"Swapfiets" ist ein holländisches Start-up. Seit 15. Januar 2019 hat es einen Standort in Karlsruhe.
"Swapfiets" ist ein holländisches Start-up. Seit 15. Januar 2019 hat es einen Standort in Karlsruhe.
Bild: Swapfiets
Erster Test in Berlin: Fahrrad-Unternehmen Swapfiets will auch E-Mopeds anbieten
Berlin
04.07.2020 11:00
Mit seinem Abomodell für Fahrräder besetzt Swapfiets eine Nische. Das niederländische Unternehmen will seine Flotte künftig auch um E-Mopeds erweitern und nimmt weitere europäische Länder in den Blick.

"Es gibt in der Stadt unterschiedliche Entfernungen, für die die Menschen unterschiedliche Angebote nutzen", sagte Geschäftsführer Marc van Pappelendam der Deutschen Presse-Agentur. "Für kurze Strecken gibt es die E-Tretroller, für längere Strecken das Fahrrad. Und wenn man noch weiter fahren will, bietet sich ein E-Moped an."

E-Mopeds in Berlin getestet

Während das vor mehr als einem Jahr in Deutschland angetretene Fahrrad-Abo-Unternehmen Swapfiets Tretroller auf Abo-Basis bereits anbietet, gehören die elektrischen Scooter bislang noch nicht zum festen Bestandteil der Plattform. Seit einigen Tagen wird der Verleih in Berlin getestet.

Wie schon beim Swapfiets-Kerngeschäft Fahrrad stehen die Fahrzeuge nur über ein Abo zur Verfügung. Für eine monatliche Gebühr können die Kunden sie nutzen, als wären es ihre eigenen. Geht etwas kaputt, repariert ein Mitarbeiter entweder vor Ort oder tauscht die Fahrzeuge aus.

In Deutschland startete das niederländische Unternehmen im Frühjahr vergangenen Jahres. Inzwischen bietet es seine Fahrräder mit dem blauen Vorderreifen in 29 deutschen Städten an - unter anderem auch in Karlsruhe. Anfang Januar 2019 hat Swapfiets einen Standort in der Fächerstadt eröffnet.

50.000 Swapfiets-Kunden in Deutschland

"Zu unserer Zielgruppe gehörten zunächst vor allem Studenten, die etwa in einer neuen Stadt ein eigenes Rad haben wollten", sagt van Pappelendam. Inzwischen richte sich der Fokus stärker auf junge Berufstätige, die häufig in unterschiedlichen Städten arbeiteten. Die durchschnittliche Verleihdauer bei den Rädern liege in etwa bei einem halben Jahr. 50.000 Kunden hat das Unternehmen hierzulande.

Ein Vorteil für Swapfiets: Dadurch, dass die Nutzer die Fahrräder und E-Tretroller für eine gewisse Zeit quasi besitzen, bedarf es keiner Genehmigung von den Kommunen zum Aufstellen im öffentlichen Bereich.

Das Logo des Unternehmens Swapfiets. Das Fahrrad-Abo-Unternehmen will in weitere Länder expandieren. Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Gleichzeitig will das Unternehmen damit das Problem umgehen, dass die Fahrzeuge herumstehen und Gehwege versperren. Bislang gibt es den Dienst in den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Belgien. Kürzlich kündigte Swapfiets an, auch nach London, Paris und Mailand expandieren zu wollen.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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