Notinsel und Kauf Lokal kooperieren.
Bild: ps/Micha Roth
Wollen die Stadtgesellschaft stärken: "kauft lokal" und "Notinsel" arbeiten zusammen
Karlsruhe
07.11.2019 16:25
Die Einzelhandelsinitiative "kauft lokal" und das Kinderschutzprojekt "Notinsel" arbeiten jetzt zusammen. Ihr Ziel: Die lokale Stadtgesellschaft in Karlsruhe stärken.

Die Rund 600 Notinseln gibt es in Karlsruher Geschäften: Kinder und immer mehr ältere Menschen, finden in den Notinseln Schutz und Hilfe vor allem bei den kleinen Wehwehchen aber auch wenn Schlimmeres passiert.

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Logo notinsel Bild: han, ka-news, pr

Der Sticker an Läden, Apotheken, Banken oder Gastronomie zeigt an: "Hier finden Sie Hilfe." Die Notinsel wurde 2002 in Karlsruhe gestartet und ist nach eigenen Angaben das größte Kinderschutzprojekt für den öffentlichen Raum in Deutschland mit rund 19.000 Geschäften, die Kindern Schutzpunkte bieten. 

Bundesweit bemühen sich Partner der Stifung Hänsel und Gretel auf unterschiedliche Weise, das Projekt "Notinsel" zu fördern. In Karlsruhe hat die Notinsel jetzt einen neuen Partner, der mithilft, die bestehenden und auch neue Geschäfte zu motivieren, sich als Notinsel und damit als Hilfepunkt für Kinder und Menschen in Notlagen, zur Verfügung zu stellen.

Handel stärken und Gutes tun

"Ich finde, die Synergien zwischen 'Kauft lokal' und der Notinsel sind einleuchtend, denn 'Kauft lokal' ist dafür dar, den lokalen Handel, vor allem inhabergeführte Geschäfte, bei ihren Herausforderungen des Alltags zu unterstützen, zudem noch Gutes für Vereine und soziale Organisationen zu tun. Wenn 'Kauft lokal' nun auch die Notinsel unterstützt, macht das doppelt viel Sinn“, sagt Jerome Braun, der Erfinder der Notinsel und Geschäftsführer der Stiftung "Hänsel und Gretel".

Notinsel und Kauf Lokal kooperieren. Bild: ps/Micha Roth

"Gemeinsam wollen wir zunächst in Karlsruhe die Notinseln besuchen und aktualisieren. Wir wollen auch neue Geschäfte und Läden gewinnen, die Notinseln werden. Zu viert ziehen wir in diesen Tagen los und besuchen die Geschäfte. Bei Interesse werden wir auch 'Kauft lokal' vorstellen, um auf die Möglichkeiten der Kundenbindung und Gewinnung durch soziales Engagement hinzuweisen", sagt Marc Eisinger. 

kauflokal.de am 07.05.2019 in Karlsruhe (Waldstraße), Germany
Bild: TMC|Carmele Fotografie

Bei "kauf lokal" kann beim Einkauf in einem Karlsruher Geschäft eine Spende an örtliche Vereine getätigt werden. Nun möchten beide Projekte an einem Strang ziehen: Gemeinsam den Handel stärken, damit der auch weiterhin für Kinder da sein kann.

Als bundesweiten Partner und Unterstützer der Idee konnte auch die Deutsche Stadtmarketing Gesellschaft an Bord geholt werden. "Wir wollen insbesondere dafür Sorge tragen, dass die digitale Sichtbarkeit der Notinsel-Geschäfte verbessert wird“, sagt Matthias Kant, Geschäftsführer der Deutsche Stadtmarketing Gesellschaft.

So funktioniert "kauft-lokal"

Während Amazon 0,5 Prozent des Umsatzes spendet, legen bei "kauft-lokal" die teilnehmenden Händler selbst die Prozentzahl fest - entscheidend sind dabei unter anderem die Größe des Geschäfts und die Gewinnmargen. In der App wird abschließend kommuniziert, wie viel für den Verein gespendet worden ist und von welchen Einkaufspartnern es das meiste Geld gab.

Der Kunde entscheidet nach dem Kauf in der App, an welchen Verein gespendet werden soll. Dazu fotografiert er den Kassenbon oder die Rechnung, gibt den getätigten Einkauf an und wählt die Einrichtung seiner Wahl aus, an die gespendet werden soll.

In der Datenbank von "kauft-lokal" werden die Spendeneinkäufe aller Verbraucher addiert und der jeweilige Einkaufspartner überweist einmal im Geschäftsjahr einen Gesamtbetrag an den Verein. Abgewickelt wird das zwischen den Vereinen und den Händlern direkt, "kauft-lokal" agiert als Kontrollmechanismus.

Damit ein Verein aufgenommen werden kann, muss er bestätigen, dass er gemeinnützig ist und innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Spende die entsprechende Quittung ausfüllen. 

ka-news.de ist offizieller Medienpartner von "kauft-lokal".

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