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Der Kassenzettel aus Papier soll schon bald der Vergangenheit angehören, wenn es nach einem Karlsruher Startup geht. (Archivfoto).
Schluss mit Papier! Karlsruher Startup entwickelt Kassenzettel-App
Karlsruhe
13.08.2016 08:00
Sie gehören zu jedem Einkauf dazu, landen dann aber doch schnell in Geldbeuteln oder Taschen: Kassenzettel. Ein Karlsruher Startup hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zettelwirtschaft nach dem Einkauf zu beenden. Die Idee: Eine App soll den herkömmlichen Kassenzettel ersetzen.
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Yannick Kupferschmidt ist gerade einmal 22 Jahre alt - und führt doch schon ein eigenes Unternehmen in der Rintheimer Straße in der Fächerstadt. "myProducts" nennt sich das Karlsruher Startup und hat sich auf "zentrale Produktverwaltung" spezialisiert. Konkret hat es sich Kupferschmidt zum Ziel gemacht, den täglichen Einkauf zu erleichtern.

So funktioniert die Kassenzettel-App

Das Geschäftsmodell des Karlsruher Startups "myProducts" besteht aus einer einzigen App. Die Idee: Beim Besuch im Supermarkt scannt der Einkäufer den Bar- oder QR-Code des Produkts ein, das im Wagen landen soll. Die App scannt den entsprechenden Code und zeigt das Produkt an. Anschließend kann der Nutzer das Produkt registrieren.

Auf diese Weise soll der Kunde eine Übersicht über seine Käufe erhalten und könne außerdem noch den Kassenzettel zum jeweiligen Produkt abspeichern, erklärt Kupferschmidt. Außerdem könnte direkt über die App Kontakt zum Hersteller aufgenommen und nützliche Daten abgerufen werden.

My Products

Und auch der Hersteller profitiere von der App, so der "myProducts"-Gründer: Durch die Registrierung seiner Produkte kann er bestimmte Daten seiner Kunden einsehen. Das Prinzip ist an sich nicht neu: "Viele Hersteller bieten den Kunden die Möglichkeit, ihre Produkte zu registrieren, und dadurch Vorteile zu erhalten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies jedoch kaum genutzt wird."

Das Interesse der Hersteller sei also da, erklärt Kupferschmidt. Und hier will er ihnen weiterhelfen: In der App werden Informationen wie Name, Alter, Geschlecht und die Postleitzahl dem Hersteller zur Verfügung gestellt - und natürlich auch das registrierte Produkt. Angst vor Spam-Mails muss der Kunde laut dem Gründer nicht haben. "Mit den Informationen darf der Hersteller nur in der App werben", so Kupferschmidt.

Wie sieht die Zukunft der Karlsruher App aus?

Seit rund einer Woche ist die kostenlose Kassenzettel-App in den Appstores erhältlich. In dieser Zeit seien bereits 600 Downloads erfolgt und das "ohne viel Werbung gemacht zu haben", so Kupferschmidt. Dabei seien die verschiedensten Produkte registriert worden. Die skurrilste Registrierung: Ein Vibrator, der über eine App bedient werden kann.

Dass die App-Konkurrenz groß ist, dessen ist sich Kupferschmidt bewusst. Ähnliche Apps gibt es bereits im Appstore - mit unterschiedlich großem Erfolg.  Kupferschmidt hat sich darüber bereits Gedanken gemacht und Zukunftspläne für "myproducts" geschmiedet: "Wir wollen uns in Zukunft auf einen bestimmten Markt konzentrieren und gezielt um Kunden und Herstellern werben."

So sei der Tauchmarkt gerade besonders im Kommen, so der Jungunternehmer weiter. Eine Community, in der sich Kunden untereinander austauschen können und der Hersteller leicht kontaktiert werden kann - das sei die Zukunft des Karlsruher Startups.

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