Digitalisierung
(Symbolbild)
Bild: pixabay@pixel2013
Digitale Revolution: Mit diesen 10 Thesen will Karlsruhe Vorreiter werden!
Karlsruhe
31.01.2017 07:00
Karlsruhe soll führender Standort der Digitalisierung werden. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben und um Karlsruhes Potenziale im IT- Bereich optimal nutzen zu können, hat die Stadt zusammen mit 150 Akteuren zehn Thesen ausgearbeitet.
Wirtschaft interessiert Sie?

Bestellen Sie gratis unseren Business-Newsletter von Redaktionsleiterin Corina Bohner

Aufgestellt wurden die Thesen im Rahmen der Initiative "karlsruhe.digital". Sie soll die Standortentwicklung vorantreiben. "Eine Positionierung der Stadt als Motor der Digitalisierung ist für Karlsruhe als wettbewerbsfähiger Standort zukunftsweisend und entscheidend", hieß es im September 2015 in der entsprechenden Pressemitteilung der Stadt.

Wie man diese Positionierung erreichen will, ist in einem Thesenpapier festgehalten. Über 1,5 Jahre haben 150 Experten, über 25 Institutionen und mehr als 50 Informations- und Kommuniationstechnik-Unternehmen, koordiniert durch das Stadtmarketing und das Cyberforum, an der Initiative mitgewirkt. Darin enthalten: zehn Punkte für Wettbewerbsfähigkeit, Lebensqualität und Souveränität.

"Karlsruhe muss zeitnah die einmalige Chance ergreifen, die digitale Revolution positiv für den Standort zu gestalten", leitet das Thesenpapier ein, "keine andere Region in Deutschland kann auf eine derartige Bündelung von digitalem Know-how, von der Wissenschaft bis zur Wirtschaft, aufbauen."

1. Karlsruhe hat die beste Ausgangslage, Motor der Digitalisierung zu werden und die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen.

Karlsruhe soll digitale Kreativität und Innovationskraft in Anwendungen umwandeln. Dass Karlsruhe seit Jahrzehnten Vorreiter in IT-Forschung und -bildung ist, sowie das bedeutsamste IT-Cluster Europas beherrsche, unterstreiche eine Studie der EU zu den führenden IT-Standorten Europas.

2. Karlsruhe muss weltweit das beste Ökosystem und Netzwerk für den digitalen Wandel werden.

Rund um den Standort Karlsruhe seien alle relevanten Zukunfts- und Anwenderbranchen angesiedelt und bereits heute eng mit der IT-Branche verknüpft, heißt es im Thesenpapier. Dieses einzigartige Ökosystem gelte es zu fördern und weiterzuentwickeln.

3. Karlsruhe muss die beste Infrastruktur für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft bieten.

Mit einer guten Infrastruktur, darunter Breitbandanschlüsse, und belastbaren mobilen Datennetzen, soll dafür gesorgt werden, dass sich Unternehmen am Standort halten.

4. Karlsruhe muss Gestalter der digitalen Souveränität werden und Standards für IT-Sicherheit setzen.

Die Vorrangstellung Karlsruhes bei Fragen des Datenschutzes und der Informationssicherheit soll erhalten und ausgebaut werden. Karlsruhe beherberge bereits jetzt Einrichtungen wie das Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie (KASTEL), das Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit am FZI Forschungszentrum Informatik und die Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si).

5. Vorbildliche Lebensqualität in der Region Karlsruhe zieht die besten Köpfe an.

Für notwendige Fachkräfte müssen laut Thesenpapier bezahlbarer und attraktiver Lebensraum, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ein kulturelles Angebot geboten werden. Karlsruhe könne bereits jetzt durch eine große Kreativszene punkten, es müssen jedoch noch weitere Orte und Plattformen geschaffen werden.

6. Karlsruhe muss der europaweit führende Bildungsstandort für digitale Themen werden.

Als Bildung- und IT- Hochschulstandort für digitale Themen muss die Stadt europaweit führend werden, so eine weitere Forderung im Thesenpapier. Mit der ältesten Informatik-Fakultät Deutschlands habe IT-Bildung in Karlsruhe eine lange Tradition - gemeinsam mit Politik und Wirtschaft gelte es, diesen IT-Hochschulstandort weiter zu fördern und auszubauen.

7. Karlsruhe braucht das beste Gründerklima für innovative Gründungen

Durch eine aktive Gründungskultur- und Gemeinschaft soll Karlsruhe führender Gründungsstandort werden. "Das KIT als EXIST-Gründerschule, starke IT-Fakultäten und ein engmaschiges Beratungs- und Unterstützungsnetz machen Karlsruhe schon heute zu einem der attraktivsten Standorte für Gründer", so die Begründung im Thesenpapier. Unterstützt werden Gründer von der Gründerallianz Karlsruhe.

8. Karlsruhe muss als digitale Modellregion der Erprobungsraum für Zukunftsthemen werden

Mit seinem dichten Netz der Hochschulen, Forschungseinrichtung und Hightech- Unternehmen soll Karlsruhe digitaler Erprobungsraum in den Bereichen "Autonomes Fahren, Smart Home, Smart Energy und Smart Living" werden.

9. Karlsruhe muss bei digitalen Bürgerdiensten und Smart Government Vorreiter werden.

Politische Teilhabe und Transparenz soll durch die digitale Angebote erweitert werden und zusammen mit dem geplanten "Amt für für Digitalisierung und Informationstechnologie" auch um ein digitales Selbstverständnis  wecken. Zum 1. Januar 2017 wurde das neue Amt eingerichtet, "um bisher zentrale und dezentrale IT-Funktionen und Aufgabenbereiche zu bündeln und Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen", so die Stadt Karlsruhe auf ihrer Webseite.

10. Karlsruhe muss Gestalter digitaler Arbeitswelten werden.

Neben der Gestaltung neuer Berufsbilder in der digitalen Arbeitswelt sollen neue Lebenszeit- und flexiblere Arbeitsmodelle geschaffen werden.

0 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen