Bahntunnel bei Rastatt
Das Nordportal des im Bau befindlichen Bahntunnel Rastatt.
Bild: Uli Deck/Archiv
Tunnel Rastatt: Bohrungen sollen Erkenntnisse zur Havarie-Ursache liefern
Rastatt
14.05.2018 13:42
Mitte Mai starten in Rastatt vertiefende Erkundungen des Baugrundes, die weitere Hinweise über Ursachen der Tunnel Havarie liefern sollen. Diese sollen auch Antworten auf Fragen liefern, welche im Schlichtungsverfahren derzeit noch offen sind.

Im Rahmen des Beweiserhebungs- und Schlichtungsverfahrens zur Havarie beim Bau des Tunnels Rastatt führt die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Tunnel Rastatt zusammen mit der Deutschen Bahn ab Mitte Mai ein Bohrprogramm zur vertiefenden Erkundung des Baugrundes durch. Im Bereich der Schadensstelle und in dessen Umfeld wird der Baugrund mithilfe von Bohrgeräten untersucht. Die Arbeiten umfassen insgesamt rund 60 Bohrungen, einige davon werden zu Grundwassermessstellen ausgebaut.

Voraussichtlich bis Ende Juli werden alle Bohrungen abgeschlossen sein. Parallel werden die Ergebnisse ausgewertet. Sie sollen weitere Hinweise über die Ursachen der Havarie liefern. In der Regel sind die einzelnen Bohrungen und Sondierungen im Laufe eines Tages abgeschlossen.

Das Schlichtungsverfahren zwischen der Deutschen Bahn und der ARGE Tunnel Rastatt wurde im September 2017 vereinbart, um langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden. Das Verfahren wird voraussichtlich noch bis Ende 2018/Anfang 2019 andauern.

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