Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth
Die Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth.
Bild: Uli Deck/dpa
Noch kein Urteil in Sicht: Verhandlung der Klage gegen die zweite Rheinbrücke könnte am Donnerstag fortgesetzt werden
Koblenz
09.10.2019 02:35
Die Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe ist überlastet - viel mehr Pendler als ursprünglich geplant nutzen sie jeden Tag. Daher soll nun eine zweite Brücke her. Doch um die wird am Mittwoch vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz gestritten. Nun teilte das Gericht mit: Ein Urteil werde wohl noch auf sich warten lassen.

Aller Voraussicht nach werde es am Mittwoch kein Urteil geben, sagte der Sprecher des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Rheinland-Pfalz. Möglich sei, dass die Verhandlung am Donnerstag fortgesetzt werde. Gegen den Brückenneubau sind mehrere weitere Klagen, unter anderem des Bunds für Umwelt- und Naturschutz (BUND), beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim anhängig.

Der Grund: Schutzgebiete und seltene Tierarten könnten unter dem Neubau leiden. Die in Koblenz verhandelte Klage richtet sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs Mobilität zum rheinland-pfälzischen Teil des Projekts. Dieser umfasst rund 3,7 Kilometer der B293 von der Anschlussstelle der B9 bei Wörth bis zur baden-württembergischen Landesgrenze in der Strommitte.

Die bestehende Rheinbrücke von 1966 ist überlastet. Sie war für 18.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, wurde aber zuletzt von täglich rund 80.000 Fahrzeugen überquert. Ihre Sanierung läuft. Die neue Brücke soll 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Rheinquerung entstehen. 

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