Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander.
Halloween und seine Mutter Kathy sind immer eng beeinander.
Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe
Karlsruher Zoo: Flusspferd-Baby Halloween darf nach draußen - keine Notschlachtungen
Karlsruhe
16.04.2020 13:22
Zu dieser Zeit wäre das Gelände des Karlsruher Zoos voll mit Besuchern - in der Corona-Krise bleibt den Zoofans der Blick auf Facebook. Hier veröffentlichen die Mitarbeiter regelmäßig Bilder, Videos und Neuigkeiten aus dem Zoo: So tummelte sich Publikumsliebling Halloween die Tage zum ersten Mal in der Außenanlage. Und der Zoo äußert sich zu geplanten Notschlachtungen in anderen Betrieben.

"Wir haben ihn schon ein paar Mal in die Außenanlage gelassen und er fühlt sich dort sehr wohl", so Zoodirektor Matthias Reinschmidt in einem aktuellen Facebook-Video. Die ersten Schritte des Flusspferdes haben die Zoo-Mitarbeiter aufgenommen und im aktuellen "Zoo-Einblick" veröffentlicht.

Nachdem das Jungtier sorgsam von Mutter Kathy auf das Außengelände geführt wurde, geht es flott in das Wasserbecken. Dieses ist etwas fünfmal so groß wie das Wasserbecken im Innenbereich. "Jetzt können sie sich zum ersten Mal so richtig sich austoben, tauchen und schwimmen", kommentiert Reinschmidt das Video. Das Wasser sei für einen Badeausflug eigentlich noch zu kalt: Eine solarbetriebene Heizung bringt das Becken auf die richtige Wohlfühltemperatur für die Flusspferde. 

Vater Platsch durfte auch schon in das Außengehege - allerdings nur alleine. Er ist bei den ersten Ausflügen von Mutter und Sohn nicht mit dabei: Nach den ersten Tagen und Wochen der Eingewöhnung wird er mit seiner Familie zusammen das Außengelände besuchen dürfen.

Keine Notschlachtungen im Karlsruher Zoo

Der Tierpark Neumünster sorgt derzeit für Aufregung: Zoodirektorin Verena Caspari äußerte sich öffentlich über mögliche Notschlachtungen, wenn dem Zoo das Geld für das Futter ausgeht. "Wenn - und das ist wirklich der aller worst, worst case - wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern", sagte sie gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Im Karlsruher Zoo ist das kein Thema: Hier zeigt man sich "irritiert" ob angedachter Notschlachtungen. "Wir haben solche Überlegungen nicht", äußert sich das Unternehmen auf Facebook. Man könne sich auch nicht vorstellen, dass so etwas in einem wissenschaftlich geführten Zoo in Deutschland passieren würde. 

Man selbst sei finanziell gut aufgestellt, Unterstützung gibt es aus den städtischen Kassen. "Was aktuell fehlt, sind die Einnahmen für die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe über den freiwilligen Euro, der sonst beim Besuch von vielen Zoogästen an der Kasse geleistet wird", so der Zoologische Stadtgarten.

Wann öffnet der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe wieder?

Der Karlsruher Zoo ist derzeit zur Eindämmung des Corona-Virus geschlossen. Zunächst war eine Öffnung von Zoos ab kommender Woche angedacht - doch durch die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung wieder untersagt. 

"Es wird also noch etwas Zeit vergehen, bis ein Besuch erneut möglich ist", so der Zoo auf seiner Facebook-Seite. Bis es soweit ist, will er die Zeit mit weiteren Video-Einblicke und Neuigkeiten für die Besucher überbrücken.

 

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