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2G plus-Regel auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt: Bauen die Schausteller jetzt etwa ihre Buden ab?
Karlsruhe
24.11.2021 14:47
Ab heute gilt in Karlsruhe die 2G plus Regel. Heißt: Für Veranstaltungen müssen Geimpfte und Genesene strengere Zutritts-Vorgaben erfüllen. Zu diesen Veranstaltungen zählt auch der Karlsruher Weihnachtsmarkt. Für die Beschicker und Mitarbeiter bedeutet dieser Regelwechsel jedoch noch stärkere Kontrollen und mögliche Einnahmeeinbußen. ka-news.de hat darum bei der Vorsitzenden des Karlsruher Schausteller-Verbandes, Susanne Filder, nachgefragt: Wars das jetzt mit dem Christkindlesmarkt?

Ihre Aussage war auf der Pressekonferenz am vergangenen  Donnerstag sehr deutlich: 2G plus wäre für Schausteller "fatal". Jetzt, nicht mal eine Woche später, ist die Befürchtung wahr geworden. Laut der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg müssen sich ab dem heutigen Mittwoch selbst Geimpfte und Genesene testen lassen, um etwa den Karlsruher Christkindlesmarkt zu besuchen. Ungeimpfte haben wiederum gar keinen Zutritt. 

Doch heißt diese Neuregelung etwa auch, dass die Schausteller nun die Zelte abbrechen werden?  Im Gespräch mit Susanne Filder wird klar: das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. 

Gespräch mit der Stadtverwaltung am Montag

"Wir gehören nicht zu den Menschen, die die Flinte ins Korn werfen. Wir werden es probieren", so die Vorsitzende des Karlsruher Schausteller-Verbands im Gespräch mit ka-news.de. Allerdings sehe Filder das Problem darin begründet, dass viele Besucher vermutlich keine Lust haben, sich testen zu lassen und dann nochmal vor dem Einlass anzustehen. "Da kommt ja auch für die Security nochmal Arbeit hinzu, wenn die doppelt kontrollieren müssen", so Filder weiter.

Susanne Filder, Vorsitzende Schaustellerverband Karlsruhe.
Susanne Filder, Vorsitzende Schaustellerverband Karlsruhe. Bild: Thomas Riedel

Ein weiterer Punkt seien auch die Kosten, die so ein Schausteller mit den Buden habe. Darum müsste erst einmal abgewartet werden, wie sich die Situation mit 2G plus in Karlsruhe entwickle. Oder anders gesagt: Inwiefern die Stadt den Schaustellern weiter entgegenkommen kann, damit sich das Geschäft für sie auch rentiert. 

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"Wir werden das Wochenende abwarten und werden uns dann am Montag mit der Karlsruher Stadtverwaltung treffen. Wenn es sich nicht rentiert, müssen wir uns eben was einfallen lassen. Genaueres dazu kann ich also erst ab Dienstag sagen", so die Schausteller-Vorsitzende abschließend. 

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