Blick über den Kronenplatz zum KIT-Campus und der Brunnenstraße.
Blick über den Kronenplatz zum KIT-Campus und der Brunnenstraße.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Innenstadt Ost: "Hitze-Hotspot" soll durch Begrünung entschärft werden
Karlsruhe
15.09.2020 15:22
Untersuchungen haben ergeben, dass die Innenstadt Ost einen Hitze-Hotspot bildet, dies liegt vor allem an der vorhandenen Blockrandbebauung. Um Risiken für die Bevölkerung zu mindern werden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie die Stadt in einer Pressemitteilung verkündete. Interessierte Bürger können sich am 28. September informieren lassen.

Anreize für privates Grün im Sanierungsgebiet Innenstadt Ost möchte die Stadt den Bewohnerinnen und Bewohnern Ende September an Aktionstagen auf dem Kronenplatz und dem Lidellplatz geben.

Infostände für Interessierte

Vertreterinnen und Vertreter von Stadtplanungsamt und Gartenbauamt laden für Montag, 28. September, von 15 bis 18 Uhr auf ihre "grüne Insel" auf dem Kronenplatz ein. Dann können sich Interessierte an den Infoständen - Erkennungsmerkmal sind die vier rund sechs Meter hohen Bäume – zum Sanierungsgebiet und zu privaten Begrünungsmaßnahmen beraten lassen.

Forstliches Bildungszentrum Karlsruhe, dahinter das KIT. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zudem informiert die Stadt über "Bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Grün". Am Mittwoch, 30. September, sind die städtischen Experten mit ihrem Infostand zur gleichen Zeit auf dem Lidellplatz zu finden.

Durch Begrünung Immobilienwert steigern

In der dicht bebauten Innenstadt Ost mit ihrer vorherrschenden Blockrandbebauung kommt der privaten Begrünung der Innenhöfe und der Gebäude ein hoher Stellenwert zu.

Durch die Entsiegelung von Hofflächen, den Abriss von Nebengebäuden oder Parkierungsflächen und die Begrünung von Höfen und Gebäuden kann sowohl die Aufenthalts- und Wohnqualität erheblich erhöht als auch der Gebäude- und Grundstückswert gesteigert werden.

Blick über die Ludwig-Erhard-Allee, Parkdeck des Scheck-in-Center bis zum Schloss. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hierfür sucht die Stadt unter anderem über die Aktionstage Verbündete. Während des bis 2030 laufenden Sanierungsverfahrens können private Begrünungsmaßnahmen zur ökologischen Erneuerung im Sanierungsgebiet immerhin mit bis zu 19.000 Euro je Grundstück gefördert werden.

Durch Grünflächen soll Klima verbessert werden

Ausgangspunkt: Im März 2018 hatte der Gemeinderat das Sanierungsgebiet Innenstadt Ost förmlich festgelegt und als Satzung beschlossen.

Ziel ist, städtebauliche Missstände im Gebiet zu beheben oder wesentlich zu verbessern. Wie üblich, ging dem Sanierungsbeschluss eine sogenannte "Vorbereitende Untersuchung" voraus, um städtebaulichen Missstände zu identifizieren.

Innenstadt Ost ist ein "Hitze-Hotspot"

Ein Aspekt war hier die klimatische Ausgangssituation in der Innenstadt Ost. Dabei wurde festgestellt, dass das Untersuchungsgebiet einen Hitze-Hotspot bildet, der zu Beeinträchtigungen und Risiken für die Stadtbevölkerung führt.

Die Kombilösung entlang der Kriegsstraße. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aus diesem Grund wurde die Verbesserung der klimatischen Bedingungen in der Innenstadt Ost als Sanierungsziel festgelegt.

Wer an den beiden Aktionstagen keine Zeit zum Vorbeischauen hat, kann sich auch auf der städtischen Homepage unter www.karlsruhe.de/begruenunginnenstadtost zu den Rahmenbedingungen dieser Fördermöglichkeit informieren.


Karlsruhe von oben: Innenstadt-Ost

Blick über den KIT-Campus am Adenauerring. Blick über die Sportanlagen des KIT und Wildparkstadion. Blick über den KIT-Campus am Adenauerring. Blick über den Spielplatz hinter dem KIT.

Weitere Bildergalerien


FOTOGALERIEN
Mehr zum Thema:
Karlsruhes Zukunft | ka-news.de: Wohnen, Arbeiten, Freiraum, Klima und Mobilität - Karlsruhe richtet sich mit dem Räumlichen Leitbild strategisch auf die Zukunft aus. Erste Vorhaben und Projekte werden bereits verwirklicht. In diesem Dossier werden die aktuellen Entwicklungen zum Räumlichen Leitbild gesammelt und kritisch beleuchtet.
Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen.
14 Kommentare