Bild: Hammer Photographie
Unsichtbare Baustelle im Wildpark: Von Fundamentplatten und Abwasserrohren für das neue Stadion
Karlsruhe
10.01.2020 08:42
Zwischen Adenauerring und dem Fußballplatz des KSC befindet sich schon länger keine Gegengerade mehr, sondern dort wird gerade an der Osttribüne zum neuen Wildparkstadion gebaut. Seit dem Spatenstich und der Übergabe der Baustelle an den Totalunternehmer BAM Sports laufen die Fundamentarbeiten - und die dauern ein paar Wochen.

Wer einen Blick von außen auf die Baustelle im Osten des Karlsruher Wildparkstadions wirft, sieht nicht viel. Die Arbeiten beschränken sich bisher auf das Fundament sowie Abwasserschächte. Meterlang sind die grauen Rohre im Erdreich eingebuddelt. "Die Cateringstände, die dann im Stadion sein werden, produzieren später ordentlich Abwasser, deswegen braucht es so viele und so breite Rohre", sagt Benjamin Kelvink vom Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (Eibs) im Gespräch mit ka-news.de.

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Zudem sind im vorderen Bereich auf dem über 3 Meter hohen Erdwall, also Richtung Spielfeld, einige rechteckige Löcher zu sehen. Die rund zwei mal fünf Meter großen Gruben sollen dann später das Fundament für die neue Tribüne bilden. Einige der Fundamentplatten sind auch schon betoniert. 

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Darauf werden dann Fertigbauteile montiert. "In der Mitte ist eine Aussparung, in die das Fertigteil reinkommt und dann wird das Ganze vergossen", so Kelvink gegenüber ka.news.de.

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Doch bevor die Fertigteile angeliefert werden und mit dem eigentlichen Bau der Tribüne begonnen werden kann, wird die Baustelle noch ein ganzes Stück in die Höhe wachsen. "Auf das Material kommt noch rund ein Meter obendrauf, bestehend aus Erde und Schotter - erst danach wird betoniert und weitere Leitungen verlegt", sagt der Bauleiter von BAM Sports im Gespräch mit ka-news.de.

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Wenige Tage nach der Winterpause läuft laut Totalunternehmer alles nach Plan. "Das Wetter spielt auch mit. Die milden Temperaturen spielen uns in die Karten", so der Bauleiter von BAM Sports. Schnee und Eis würden die Arbeiten behindern. Regen hingegen hat keine allzu großen Auswirkungen. "Als beim Abbau der alten Erdwälle das Material gesiebt wurde, war der schlammige Untergrund ein Nachteil - aber auch das hat problemlos geklappt", sagt Benjamin Kelvink im Rückblick auf die Vorabmaßnahmen.

Bis zur neuen Saison soll neue Tribüne stehen

Wenn der Karlsruher SC am 1. Februar zum ersten Heimspiel des Jahres Holstein Kiel empfängt wird "ein Fortschritt im Vergleich zu heute zu sehen sein", sagt Benjamin Kellwink gegenüber ka-news.de. "Aber das Dach wird noch nicht zu bewundern sein", so Kelvink augenzwinkernd. Zur neuen Saison Ende Juli sollen dann allerdings 11.000 Zuschauer im Osten des Wildparkstadions ihren KSC anfeuern können. 


Bauarbeiten Wildparkstadion Ostkurve 9. Januar 2020


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