Bild: Thomas Riedel
Bild: Thomas Riedel
Umbau KSC-Stadion: Neuer Profi-Trainingsplatz ist fertig!
Karlsruhe
29.09.2017 07:05
Der Umbau des Wildparkstadions schreitet voran. Die ersten, vorbereitenden Baumaßnahmen sind abgeschlossen: Der neue Trainingsplatz der KSC-Profis ist fertig! Am Montag soll der Kunstrasenplatz offiziell von der Stadt Karlsruhe an den Karlsruher SC übergeben werden. Der Bau des neuen Amateurstadions soll in Kürze beginnen.

Bevor der eigentliche Neubau des KSC-Stadions starten kann, wird zunächst das Stadionumfeld neu arrangiert: Für den neuen Busparkplatz der Gästefans muss die Spielstätte der zweiten Mannschaft des KSC, das Amateurstadion, weichen. Das neue Amateurstadion wird auf dem benachbarten Platz - dem heutigen Trainingsplatz der KSC-Profis - entstehen. Der fertig gestellte Platz ersetzt den alten Trainingsplatz der Profis, welche künftig südwestlich des Wildparkstadions trainieren werden.

Bauarbeiten für Amateurstadion können starten

Knapp drei Monate nach Baubeginn ist der neue Kunstrasen jetzt fertig. Mit der Fertigstellung können jetzt auch die Bauarbeiten für das neue Amateurstadion starten: "In Kürze kann mit dem Neubau der neuen Spielstätte für die zweite Mannschaft begonnen werden", so die Stadt Karlsruhe. Oberbürgermeister Frank Mentrup wird den Platz am Montag, 2. Oktober, an KSC-Präsidenten Ingo Wellenreuther übergeben.


KSC-Stadion: Aktuelle Baumaßnahmen (September 2017)


Die neue Trainingsfläche - gehörte zuvor dem Land Baden-Württemberg, wurde vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Sportplatz genutzt und war auch als "Alter Rasen" bekannt. Ein weiterer Trainingsplatz wird angrenzend an den neu geschaffenen Platz entstehen. Eine weitere Trainingsfläche könnte - bislang optional - neben dem neuen Hospitality-Parkhaus gebaut werden. Für dieses laufen die vorbereitenden Bauarbeiten ebenfalls auf Hochtouren: Seit Juli werden die alten KIT-Tennisplätze verlagert. Die Verlagerung soll im Dezember abgeschlossen sein.

 

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Notwendig wurde die Verlagerung der Plätze aufgrund des überarbeiteten Verkehrskonzepts des neuen Stadions zur besseren Trennung der Fanströme entlang des Adenauerrings. Auf dem Areal, auf der aktuell noch die zweite Mannschaft des KSC trainiert, soll nach dem Umbau eine neue Stellfläche für Busse und die Anreise der Gästefans mit zwei räumlich getrennten Ein- und Ausfahrten zum Adenauerring entstehen. Bis zu 40 Busse, so der Plan, sollen auf der neuen Stellfläche Platz finden.

Künftig sollen die Gästefans in der Nordkurve stehen. Der Stehplatzbereich hinter dem südöstlichen Tor ist als Fanbereich für die Fans des Karlsruher SC vorgesehen. Zudem soll es zwischen dem geplanten Gästefanbereich und dem dazugehörenden Parkplatz einen Verbindungsgang geben.

Vergabe für Profi-Stadion soll noch 2017 erfolgen

Die KIT-Flächen für die neuen Trainingsplätze und das Hospitality-Parkhaus hatte die Stadt im Oktober 2016 vom Land erworben. Der genaue Preis wurde nicht genannt - die Stadt kalkulierte im Juli 2016 mit Gesamtkosten zwischen 4,96 und 7,72 Millionen Euro.

Die Arbeiten für die neuen Trainingsplätze konnten schon beginnen, da sie federführend durch das Karlsruher Tiefbauamt durchgeführt werden. Sie stellen kein Bauvorhaben dar, welches im Rahmen des Vergabeverfahrens für den Neubau des KSC-Stadions ausgeschrieben worden ist. Der Startschuss für das Vergabeverfahren fiel im Dezember 2016 - die Vergabe der Arbeiten soll noch 2017 erfolgen.

 

ka-news-Hintergrund

Mittlerweile sind schon fast 20 Jahre vergangen, seitdem erstmals ein neues Stadion für den Karlsruher SC zur Sprache kam. Seit 2000 wurden immer wieder verschiedene Pläne überlegt, geprüft und verworfen. 2016 folgt dann doch eine endgültige Entscheidung: Der Karlsruher Gemeinderat stimmt im Juli für ein KSC-Stadion - im November wurden die Verträge unterschrieben. Das neue Stadion wird insgesamt 113 Millionen Euro kosten - der Stadionkörper wird dabei mit 85 Millionen Euro veranschlagt. 28 Millionen Euro kommen der Verkehrsgestaltung rund um den Wildpark zugute.

Die Gemeinderatsfraktionen der Grünen und Linken sorgten im Mai 2017 für eine neue Diskussion um das Stadion: Sie forderten nach dem Abstieg des KSC 2017 eine Überarbeitung der Baupläne. Diesen Antrag lehnte der Gemeinderat in seiner Sitzung im Mai allerdings ab.


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