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Neues KSC-Stadion: Vielleicht können Sie hier bald Geburtstag feiern
Karlsruhe
18.05.2014 15:04
Das geplante neue KSC-Stadion im Wildpark soll nach dem Willen der Stadtverwaltung künftig neben Fußball auch für Veranstaltungen wie Geburtstage, Präsentationen und Tagungen genutzt werden können. Durch eine solche "multifunktionale Struktur" geht die Stadt davon aus, dass das Stadion bis zu 250 Tage im Jahr genutzt werden könnte. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Karlsruher Linken-Stadträte hervor.

"Nach derzeitigem Kenntnisstand wird das geplante neue Fußballstadion im Wildpark zur überwiegenden Zeit im Jahr leer stehen", schreiben die Stadträte Niko Fostiropolus und Sabine Zürn (beide Die Linke) in ihrer Anfrage. Sie stellen daher die Frage nach der "Sinnhaftigkeit einer kommunalen Bauinvestition von zirka 120 Millionen Euro, die nur einige Tage im Jahr wirklich genutzt wird".

Multifunktionsarena für Geburtstage und Tagungen?

Konkret fragen die Linken: "Trifft es zu, dass das neue Fußballstadion im Wildpark nach bisherigem Stand ein Ein-Funktions-Stadion werden soll?" Die Stadtverwaltung antwortet darauf: "Das neue Stadion im Wildpark wird als Fußballstadion geplant. Die Haupttribüne als primärer Baustein des Stadions wird als multifunktionale Struktur errichtet, die als Veranstaltungsstätte für die unterschiedlichsten Anlässe, so zum Beispiel Geburtstage, Präsentationen und Tagungen, dienen wird."

Zudem wollen die beiden Stadträte wissen, an wie vielen Tagen im Jahr das neue Fußballstadion im Wildpark nicht genutzt werde. Die Stadt verweist in ihrer Stellungnahme auf vergleichbare Stadien. Diese würden 150 bis 250 Tagen im Jahr genutzt. "Da die Räume des Stadions als Multifunktionsräume geplant werden, dürfte sich die Anzahl der Tage, an denen das Stadion vollständig ohne Nutzung ist, in engem Rahmen halten", heißt es in Bezug auf ein neues Wildparkstadion.

Wie viele Tage im Jahr der KSC das gesamte Stadion künftig anmieten werde und wer die anfallenden Erhaltungskosten trage, werde derzeit mit dem Verein verhandelt, so die Stadt. Das Resultat der derzeit stattfindenden Verhandlungen werde dann dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.

Hier geht's zur ausführlichen Stellungnahme auf der Webseite der Stadt Karlsruhe

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