"Letter of Intent" unterzeichnet: KSC-Vizepräsident Günter Pilarsky, Oberbürgermeister Frank Mentrup, KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und KSC-Vizepräsident Georg Schattling (v.l.n.r.)
"Letter of Intent" unterzeichnet: KSC-Vizepräsident Günter Pilarsky, Oberbürgermeister Frank Mentrup, KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und KSC-Vizepräsident Georg Schattling (v.l.n.r.)
Bild: (ps)
Neues KSC-Stadion: OB und KSC-Präsidium unterschreiben "Letter of Intent"
Karlsruhe
16.04.2015 07:32
Die Vorarbeiten für den Bau des neuen Wildparkstadions schreiten voran. Am Mittwoch, 15. April, unterzeichneten Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup und das KSC-Präsidium einen sogenannten "Letter of Intent", also eine Art Absichtserklärung. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

"Der Rahmen für das Projekt steht, mit dieser Erklärung machen wir nach außen deutlich, dass wir den Stadionneubau gemeinsam realisieren wollen", sagt Mentrup. Der Letter of Intent sei auch für die weiteren Verfahrensschritte und das EU-Genehmigungsverfahren notwendig.

"Vertrauensbasis ist gewachsen"

"Das Raumprogramm, das Flächensystem und der wirtschaftliche Rahmen stehen, jetzt kann es an die Feinjustierung gehen", wird KSC-Präsident Wellenreuther mit Blick auf den Letter of Intent in der Pressemitteilung zitiert. Den Stadionneubau bezeichnet er als "Vorzeigeobjekt für die ganze Stadt".

Sowohl Wellenreuther als auch Mentrup betonten, dass bei den Gesprächen zwischen Stadt und Verein eine gegenseitige Vertrauensbasis gewachsen sei, die eine gute Atmosphäre für die weiteren Umsetzungsschritte erwarten lasse. Bereits in Arbeit ist beim KSC ein Betriebskonzept für das neue Wildparkstadion, das als weitere Planungsgrundlage und für die abzuschließenden Verträge notwendig ist, heißt es in der Mitteilung weiter.

KSC muss bei Aufstieg halbe Million an Stadt zahlen

Ebenso kann nun mit der Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen begonnen werden, wobei das Budget für das 35.000 Zuschauer fassende Stadion einschließlich Nebenkosten und Hospitality Parkdeck auf 74,5 Millionen Euro limitiert ist.

Auch das vom Hauptausschuss der Stadt am 24. Februar abgesegnete Pachtmodell ist Bestandteil des Letters of Intent. Danach hat der KSC als künftiger Pächter und Betreiber des Wildparkstadions in der Ersten Liga 3,5 Millionen Euro, in der Zweiten Liga 1,5 Millionen Euro, in der Dritten Liga und Regionalliga 400.000 Euro.

Die Festpacht erhöht sich alle zwei Jahre um fünf Prozent. Hinzu kommt eine Instandhaltungspauschale von 240.000 Euro, die sich bei einer Zugehörigkeit zur Ersten oder Zweiten Liga ab dem sechsten Jahr auf 850.000 Euro erhöht. Zudem erhält die Stadt 20 Prozent der Netto-Ticketumsätze, die über einem Saisonschnitt von 18.500 Zuschauern liegen, sowie eine Einmalzahlung von 500.000 Euro bei einem Aufstieg die Erste Liga.

ka-news-Hintergrund: Die Karlsruher Stadträte machten im Oktober 2014 den Weg für einen Neubau Stadion im Wildpark. Dieses soll 88,8 Millionen Euro kosten und Platz für etwa 35.000 Zuschauer bieten. Das Land will das Bauprojekt mit elf Millionen Euro bezuschussen. Der städtische Haushalt wird daher mit 77,8 Millionen Euro belastet.

Die Karlsruher Stadträte hatten bereits im Oktober 2013 mit großer Mehrheit für den Standort Wildparkgestimmt. Ein Bürgerentscheid über einen KSC-Neubau wurde damals in einer Kampfabstimmung abgelehnt. Wenn sich Stadt und KSC einig sind, wäre im Sommer 2017 der Baubeginn im Wildpark möglich. Die Bauzeit wird aktuell mit 24 bis 30 Monaten kalkuliert.

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