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KSC reicht Beschwerde gegen DFL-Entscheidung ein: Streit zwischen Mentrup und Wellenreuther "beigelegt"
Karlsruhe
26.04.2019 16:11
Wie die Stadt Karlsruhe und der Karlsruher SC in einer gemeinsamen Presseerklärung am Freitag mitteilen, wurde bei der DFL gegen die Entscheidung, dem KSC keine Ausnahmegenehmigung zu geben, Beschwerde eingelegt. Nun liegt es an der Deutschen Fußball Liga, die den Antrag erneut prüfen muss, ob der KSC in der 2. Liga ohne Dach spielen darf.

Am Ende der Woche gibt es nun einen Lichtblick in Sachen Tribünendächer und dem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen dem KSC und der Stadt Karlsruhe. Wie beide Parteien in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wurde nun seitens des Vereins Beschwerde gegen die Entscheidung der DFL eingereicht. "Der Karlsruher SC hat in enger Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe am Donnerstag, 25. April, fristgerecht Beschwerde gegen die Ablehnung des Ausnahmeantrags nach Nichtüberdachung der provisorischen Südtribüne im Wildparkstadion eingelegt", heißt es in der Pressemitteilung. 

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Die DFL hatte am Dienstag im Bescheid an den KSC über ihre erste Entscheidung im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens zur 2. Bundesliga gefordert, alle Tribünenplätze auf der provisorischen Südtribüne - einschließlich des Hauptumlaufbereichs im Wildparkstadion - bis spätestens 1. September 2019 zu überdachen.

Gilt im Wildpark Bestandsschutz? 

In seiner gemeinsam mit dem städtischen Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark" (EIBS) erarbeiteten Beschwerde listet der KSC eine ganze Reihe gewichtiger Argumente auf, die die DFL davon überzeugen sollen, eine Ausnahmegenehmigung für die Zweitliga-Saison 2019/2020 zu erteilen. "Dazu gehören die seit den 90er Jahren bestehenden Ausnahmeregelungen für das Bestandsstadion wie das Engagement der Stadt zur Sicherstellung eines künftig uneingeschränkten lizenzrechtlichen Zustands mit Umsetzung des Vollumbaus bis 2022", schreiben Stadtverwaltung und KSC. 

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Als weitere Gründe, die für die Ausnahmegenehmigung sprechen sollen, wird die Standdauer der provisorischen Südtribüne von höchstens zwölf Monaten angeführt. "Aus deren Überdachung entsteht ein unverhältnismäßiger Kostenaufwand aus Steuermitteln, sowie die organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterbringung der Gästefans teilweise auch auf der Haupttribüne", heißt es. Darüber hinaus erinnert die Beschwerde die DFL an ihre geübte Praxis der mehrjährigen Ausnahmegenehmigungen für andere Vereine.

Vor dem Hintergrund der Sitzung des Betriebsausschusses des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark am 10. Mai und der Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai hat der Verein die Deutsche Fußball Liga um eine zeitnahe Entscheidung gebeten.

Laut Pressemeldung sei nun auch die Meinungsverschiedenheit zwischen Oberbürgermeister Frank Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther beigelegt. 


Bauarbeiten im Wildpark April 2019


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