(Symbolbild)
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Bild: Paul Needham
KSC-Stadion: Gemeinderat bringt Eigenbetrieb auf den Weg
Karlsruhe
14.03.2017 13:00
Der Gemeinderat entscheidet heute über die Gründung eines Eigenbetriebs für den Bau und späteren Betrieb des neuen Stadions für den Karlsruher SC im Wildpark. Stimmen die Stadträte zu, so wird der Eigenbetrieb ganz offiziell zum 1. April seine Arbeit aufnehmen.

Der Eigenbetrieb mit der Bezeichnung "Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark" soll sich zunächst um das Vergabeverfahren für den Neubau kümmern. Im kommenden Jahr - zum 1. Januar 2018 - sollen ihm auch die Infrastruktur und der Betrieb des bestehenden Stadions übertragen werden. Der Betrieb bezieht sich auf den immobilienwirtschaftlichen Teil. Spiel und Veranstaltungsbetrieb liegen weiterhin beim Karlsruher SC. Beschlossen wurde die Einrichtung des kommunalen Eigenbetriebs am 19. Juli 2016 im Gemeinderat.

Künftig soll auch die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (Kasig) in das Projekt eingebunden werden. Sie wird laut Beschlussvorlage im Rahmen der Geschäftsbesorgung für den Eigenbetrieb tätig, um die Vertragserfüllung durch den Totalunternehmer zu gewährleisten und die Baubetreuung für das Vorhaben von der Vergabe des Bauauftrags bis zur Fertigstellung des Stadions durchzuführen.

"Die Kasig besitzt Erfahrungen im Bau und der Projektsteuerung von Großprojekten. Aufgrund dessen werden das vorhandene Wissen und die Kenntnisse bei der Umsetzung des komplexen Bauvorhabens genutzt", so die Stadtverwaltung.

Baubürgermeister Obert bekommt Zuständigkeit für Eigenbetrieb

Der Eigenbetrieb soll in der Zuständigkeit von Bürgermeister Michael Obert (Dezernat 6) angesiedelt werden. Er wird ein vom Kämmereihaushalt getrennter verselbständigter kommunaler Wirtschaftsbetrieb sein, ohne jedoch eine eigene Rechtspersönlichkeit zu besitzen.



Das konkrete Leistungsziel des künftigen Kommunalbetriebs ist in den Beschlussvorlagen wie folgt festgehalten: "Konkretes Leistungsziel ist es, ein bis zu 35.000 Zuschauern fassendes Stadion zu bauen und anschließend an das Tochterunternehmen KKK Karlsruher Sportclub Vermarktungs GmbH Karlsruher Sport-Clubs zu verpachten. Die Organisationsform des Eigenbetriebs wurde gewählt, um die finanziellen Transaktionen des Neu- und Umbaus transparent und wirtschaftlich gestalten zu können."

Der Vermögensplan wurde zunächst für ein Jahr aufgestellt - nach landesrechtlichen Vorschriften wird eine Finanzplanung von fünf Jahren verlangt. Aber: "Aufgrund der nicht abschätzbaren Effekte und der damit zusammenhängenden Ungenauigkeiten sollte eine einjährige Planung in diesem besonderen Fall ausreichend sein."

Betriebsleiter wird Werner Merkel

Im ersten Jahr - 2017 - plant der Eigenbetrieb mit einer Aufwendungssumme und gleichzeitig einem Jahresergebnis von 502.310 Euro. Als Rücklagen und gleichzeitig Finanzierungsbedarf stehen 2017 rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Da die Infrastruktur erst zu einem späteren Zeitpunkt (1. Januar 2018) auf den Eigenbetrieb übergeht, sind im Vermögensplan die Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von. 1.302.310 Euro und aktivierte Aufwendungen in Höhe von 800.000 Euro enthalten. Die entsprechenden Mittel sind im Doppelhaushalt 2017/2018 der Stadt Karlsruhe für das Jahr 2017 eingestellt. 

Der Personalplan sieht 1,5 Stellen im Jahr vor. Vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt am heutigen Dienstag zu, wird Werner Merkel die Betriebsleitung übernehmen. Weiterhin wird eine Teamassistenz-Stelle in Teilzeit eingerichtet.

Aktualisierung, 19 Uhr:

Der Karlsruher Gemeinderat den Weg für den Eigenbetrieb freigemacht. Die Mehrheit der Stadträte hat der Vorlage der Stadt zugestimmt. 

 

Die geplante Betriebssatzung zum Download:

Dateiname : Eigenbetrieb KSC-Stadion: Betriebssatzung
Dateigröße : 184.37 KBytes.
Datum : 14.03.2017 11:49
Download : Download Now!

Der Wirtschaftsplan zum Download:

Dateiname : Eigenbetrieb KSC-Stadion: Wirtschaftsplan
Dateigröße : 254.53 KBytes.
Datum : 14.03.2017 11:55
Download : Download Now!
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