Eingang zum alten Amateurstadion: Hier soll der neue Gästebus-Parkplatz entstehen.
Eingang zum alten Amateurstadion: Hier soll der neue Gästebus-Parkplatz entstehen.
Bild: Reisenauer
Erst klein, dann groß: Neues KSC-Amateurstadion kommt im Oktober
Karlsruhe
07.09.2017 07:00
Der Umbau des Wildparkstadions schreitet voran. In der kommenden Woche will der Bauausschuss den Auftrag für den Neubau des Amateurstadions vergeben. Dieses soll in direkter Nachbarschaft, auf dem heutigen Trainingsplatz der ersten Mannschaft, gebaut werden. An Stelle des alten Amateurstadions, der Spielstätte der zweiten KSC-Mannschaft, wird der neue Parkplatz für Gästefanbusse entstehen.

Bevor die Bauarbeiten für das neue Amateurstadion beginnen können, muss zunächst der neue Trainingsplatz für die KSC-Profis fertiggestellt sein. Dieser wird auf der Fläche des sogenannten "Alten Rasens" entstehen. Hier laufen seit Juni die Bauarbeiten. Im Oktober, so ist den aktuellen Bauauschuss-Unterlagen zu entnehmen, sollen die Bauarbeiten für das neue Amateurstadion starten können. Im Januar 2018 sollen sie abgeschlossen sein.

Profi-Platz im Oktober fertig?

Laut aktueller Planung soll der neue Profi-Trainingsplatz auf dem "Alten Rasen" im Oktober einsatzbereit sein, denn - so heißt es vonseiten der Stadt - "erst nach dessen Fertigstellung kann mit den Bauarbeiten für die künftige Spielstätte 2. Mannschaft begonnen werden." Für die anstehenden Arbeiten hat die Verwaltung vier Bewerbungen von Firmen erhalten, die sich auf die öffentliche Ausschreibung gemeldet hatten.

Das neue Amateurstadion wird aus einem Natur-Rasenspielfeld (101 auf 68 Meter) sowie einer Zuschaueranlage mit etwas über 2.000 Stehplätzen bestehen. Der Naturrasen ist wasserdurchlässig, so dass Niederschlagswasser über ein Drainagesystem unter dem Spielfeld versickern kann.

Amateurstadion kann erweitert werden

Die Spielstätte wird mit einer Flutlichtanlage ausgestattet, außerdem wird eine Beregnungsanlage installiert. Rund um das Spielfeld werden Ballfanganlagen aus Gitterzäunen hergestellt, die Zuschaueranlage wird mit Stabgitterzäunen eingefriedet. Insgesamt veranschlagt die Stadt für das neue Amateurstadion 2,2 Millionen Euro.


KSC: Platz 2 wird Gästeparkplatz


Anpassungen sollen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich sein: "Dem KSC soll es ermöglicht werden, mittelfristig eine bedarfsgerechte Erweiterung der Spielstätte durchzuführen, deshalb ist die Tribünenanlage als modularer Systembau auf Basis eines Bausystems als temporäres Bauwerk geplant", erklärt die Stadt. 

Dortmunder Unternehmen soll bauen

Das Tiefbauamt empfiehlt dem Bauausschuss, den Zuschlag der Strabag Sportstättenbau GmbH aus Dortmund zu erteilen. Die Firma verfüge nicht nur über die notwendige Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, sondern habe auch das wirtschaftlichste Angebot angegeben. Mit knapp 960.000 Euro hat die Dortmunder Firma das günstigste Angebot für folgende Leistungen abgegeben:

  • Boden lösen, laden und verwerten (1.300 m³)
  • Planum herstellen (11.000 m²)
  • Drainage einschließlich Grabenaushub herstellen (430 m³)
  • Druckrohr einschließlich Regner für Bewässerung einbauen (550 Meter)
  • Flutlichtmaste aufstellen (vier Stück)
  • Drainschicht für Sportrasen herstellen (7.810 m²)
  • Rasentragschicht herstellen (7.810 m²)
  • Sportrasen als Fertigrasen Dicksode verlegen (7.810 m²)
  • Schottertragschicht herstellen (1.800 m²)
  • Pflaster- und Plattenbeläge herstellen (1.800 m²)
  • Betonbordsteine setzen (750 Meter)
  • Ballfang aus Stabgitter herstellen (270 Meter)
  • Einfriedung aus Stabgitter herstellen (460 Meter)

Die Entscheidung über die Bauvergabe erfolgt am Freitag, 15. September, in der Sitzung des Bauauschusses. Die vollständigen Sitzungsunterlagen gibt es unter: https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=4626

Übersicht Neubau Stadion:

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ka-news-Hintergrund

Im Juni dieses Jahres fiel der Startschuss für die Bauarbeiten im Wildparkstadion. Viel soll sich im Zuge der Umgestaltung der Spielstätte des Karlsruher SC ändern. Für den neuen Gästeparkplatz muss die Spielstätte der zweiten Mannschaft des KSC weichen. Bei der Planung des neuen KSC-Stadions hatten sich die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen für den Tausch der Fanblöcke entschieden.

Künftig sollen die Gästefans in der Nordkurve stehen. Der Stehplatzbereich hinter dem südöstlichen Tor ist als Fanbereich für die Fans des Karlsruher SC vorgesehen. Zudem soll es zwischen dem geplanten Gästefanbereich und dem dazugehörenden Parkplatz einen Verbindungsgang geben.

Auf dem Areal, auf der aktuell noch die zweite Mannschaft des KSC trainiert, soll nach dem Umbau eine neue Stellfläche für Busse und die Anreise der Gästefans mit zwei räumlich getrennten Ein- und Ausfahrten zum Adenauerring entstehen. Bis zu 40 Busse, so der Plan, sollen auf der neuen Stellfläche Platz finden. Im Gegenzug soll für die zweite Mannschaft des KSC eine Ersatz-Spielstätte geschaffen werden.

Seit Ende Juli laufen weitere Bauarbeiten zur Verlagerung der direkt neben dem Wildparkstadion liegenden Tennisplätze. Sie wurden bisher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) genutzt. Auf der Fläche der Tennisplätze soll für die Zukunft ein Hospitality Parkdeck errichtet werden. Die bisher im Eigentum des Landes Baden-Württemberg stehenden Flächen wurden von der Stadt Karlsruhe erworben, die sich nach eigenen Aussagen im Gegenzug dazu verpflichtet hat, die wegfallenden Tennisplätze im Umfeld des KIT-Kunstrasenplatzes südöstlich der Lärchenallee zu ersetzen.
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