Ideal: Auf dem bereits in der Kriegsstraße eingebauten Erdmaterial wachsen bereits die ers-ten Bäume.
Ideal: Auf dem bereits in der Kriegsstraße eingebauten Erdmaterial wachsen bereits die ersten Bäume.
Bild: Kasig
Vom Stadion auf die Baustelle: Ausgedienter Wildpark-Rasen wird Teil der Karlsruher Kombilösung
Karlsruhe
07.06.2021 13:52
Die Kriegsstraße erhält im Rahmen ihres Umbaus mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunterliegenden Autotunnel eine ganz besonders sportliche Note: Für das künftig zwischen den Gleisen sprießende Rasengrün und das Grün der vierreihigen Baumreihen wird ausschließlich Boden bester Qualität aus dem Fußballstadion im Wildpark und dem früheren August-Klingler-Stadion in Daxlanden verwendet.

"Der Einbau des Bodens hat gleich mehrere Vorteile: Es kommt Erdreich bester Qualität zum Einsatz, der in den Stadien abgetragene Boden muss nicht kostenträchtig entsorgt werden und obendrein legt der Boden nicht viele Kilometer auf Lkw zwischen Entsorgungsort, Lagerort und möglichem Einbauort zurück", verkündet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemitteilung. 

Im Sommer 2020 der Auftakt

Bereits im Sommer des vergangenen Jahres war der alte Rasen des an der August-Dosenbach-Straße gelegenen August-Klingler-Stadions des FV Daxlanden, das zu einem Wohnungsbau-Gebiet umfunktioniert wird, "umgesiedelt" worden. Das Erdreich wurde inzwischen in der Kriegsstraße in sämtliche Grünflächen westlich des Ettlinger Tors sowie im Gleis- und Baumreihenbereich zwischen Lammstraße und Ritterstraße eingebracht.

Schnell: In zwei Arbeitsgängen wird der alte Stadionrasen entfernt und bis zur endgültigen Verwendung in der Kriegsstraße in der Oststadt zwischengelagert.
Schnell: In zwei Arbeitsgängen wird der alte Stadionrasen entfernt und bis zur endgültigen Verwendung in der Kriegsstraße in der Oststadt zwischengelagert. Bild: Kasig

Nun folgt der nächste Schritt: Seit Montag (7. Juni) wird der alte Rasen im Karlsruher Wildpark entfernt. Dazu wird das Grün in zwei Arbeitsgängen inklusive des unter der Grasnarbe liegenden Substrates bis in eine Tiefe von 18 Zentimeter abgefräst.

Keine Kosten für Entsorgung

"Der so aufbereitete Boden ist ein ideales Pflanzen-/Bodensubstrat und die Grasnarbe muss nicht in einem aufwändigeren Verfahren abgeschält und separat entsorgt werden. Bis zum Ende dieser Woche ist nicht nur der alte Rasen entfernt, sondern auch der neue Rasen inklusive eines neuen Substrates im Wildpark eingebaut", so die Kasig weiter. 

Im ausgedienten August-Klingler-Stadion ersparte sich der dortige Bauherr Volkswohnung die Entsorgung von 2.500 Kubikmeter Oberboden, im Wildpark kommen auf das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe keine Kosten für die Entsorgung von 1.600 Kubikmeter Erdreich zu. Bis das Erdreich in der Kriegsstraße sukzessive eingebaut wird, lagert es in der Karlsruher Oststadt.

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