Einweihung Wasserspiele auf dem Marktplatz.
Metallstühle sollen auf dem Marktplatz installiert werden.
Bild: Gottron/Bohner
Neue "Möbel" für den Marktplatz: Warum Metallstühle den Brandschutz im Tunnel sicherstellen
Karlsruhe
11.07.2020 09:53
Metallstühle werden auf dem Marktplatz aufgestellt: Sie sind nicht nur Sitzgelegenheit, sondern schützen die Lüftungsklappen der unterirdischen Bahnhaltestelle. Sollte ein Feuer im Tunnel ausbrechen, öffnen sich die in den Asphalt eingelassenen "Entrauchungs-Deckel". Dabei dürfen sie oberirdisch nicht blockiert sein.

Manche Stühle bieten Stadtbesuchern flexible Sitzmöglichkeiten. Andere sind fest installiert und dienen als bauliche Sicherung der Entrauchungsanlagen an den Haltestellen des Stadtbahntunnels: Locker um die Entlüftungskappen gruppiert, übernehmen sie hier eine "Wächterfunktion". Sie sollen sicherstellen, dass die Klappen nach oben hin jederzeit frei beweglich sind.

So soll der Marktplatz nach seiner Umgestaltung aussehen. Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe/Mettler Landschaftsarchitekten

Die rund 4,5 Quadratmeter großen Entrauchungsklappen gehört zur Brandschutz-Technik des Stadtbahntunnels und sind auf dem Marktplatz und in der Kaiserstraße bündig in die Oberfläche eingelassen. Im Falle eines Brandes in der unterirdischen Haltestelle öffnen sie sich, damit der Rauch abziehen kann.

Sieben Brandschutz-Klappen in der Innenstadt

"Daher muss immer gewährleistet sein, dass zu diesem Zeitpunkt kein Anlieferfahrzeug oder kein Veranstaltungselement den Mechanismus der Klappen blockiert", gibt die Stadt in einer Pressemeldung bekannt.

Dies kann etwa über Poller garantiert werden – oder mit den nun probeweise zum Einsatz kommenden Stühlen, die sich in das Farbkonzept des Marktplatzes einfügen sollen. Jeweils drei Stühle sollen dafür am Rande der Entrauchungskappen fixiert werden. Auf dem Marktplatz gibt es eine Entrauchungsklappe, in der Kaiserstraße weitere sechs. Ob die Stühle - mobil oder fixiert – letztlich zum Einsatz kommen, wird der Karlsruher Planungsausschuss nach einem ersten "Praxistext" diskutieren.

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