Kombinews 17. Mai 2019
Gleisbau I: Im Gleisdreieck unter dem Marktplatz werden die Gleise als "feste Fahrbahn" mit Beton vergossen.
Bild: Kasig
Neues von der Kombilösung: Gleiseinbau schreitet weiter voran, Unterführung der Kriegsstraße am Ettlinger Tor kommt zum Vorschein
Karlsruhe
19.05.2019 06:05
Die Karlsruher Kombilösung macht weiterhin planmäßige Fortschritte. Am Mendelssohnplatz entstehen weitere Tunneldecken. An den Haltestellen Lammstraße und Europaplatz, sowie in den Tunnelabschnitten dazwischen werden Beton für die Schwellen und Stahl für die Schienen bewegt.

Im Baufeld O 2 am Mendelssohnplatz bauen die Tunnelbauer auf den bereits fertigen Tunnel und die Rampe weiter östlich zu: Tunnelsohlen und anschließend Tunnelaußen- und mittelwände sowie die Tunneldecke entstehen hier termingerecht, wo vor zwei Jahren erst der Spatenstich zum Umbau der Kriegsstraße erfolgte. Damit macht der Bau des Autotunnels unter der künftigen, oberirdischen Gleistrasse in der Kriegsstraße auch weiterhin planmäßige Fortschritte.

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Tunnelbau: Am Mendelssohnplatz entsteht bereits die Tunneldecke. Bild: Kasig

Am anderen "Ende" des Umbaus der Kriegsstraße, im Baufeld W 1 am Karlstor, geht es durch die Arbeiten östlich der Kreuzung Karlstraße mit der Kriegsstraße an den Bohrpfählen ebenfalls für alle Verkehrsteilnehmer äußerst eng zu. Die Drehbohrgeräte stellen die als Baugrubenverbau dienenden, bis zu 20 Meter in die Tiefe reichenden Bohrpfähle her. Mit zwei großen Seilbaggern werden daneben andere Abschnitte des Baugrubenverbaus als Dichtwand (in Schlitzwände eingestellte Spundwände) hergestellt.

Deckel der alten Ettlinger Tor-Unterführung hebt sich 

Im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor entstehen ganz ähnlich den Bauabläufen im Baufeld O 2 Tunnelsohlen, Tunnelaußenwände und die die Fahrtrichtungen trennende Tunnelmittelwand sowie darauf folgend dann Tunneldecken. Ähnlich wie am Mendelssohnplatz laufen Bewehrung und Betonage der Sohlenabschnitte, der Wände und der Decken fortlaufend aneinander anschließend. 

Der im Bau befindliche Abschnitt des Tunnels im Baufeld W 3 schließt an den bereits hergestellten Tunnelabschnitt im Baufeld W 2 an. Im östlichen Teil von W 3 sind noch die Bagger am Werk: Sie heben diesen Bereich des Baufelds bis zur Baugrubensohle aus. Im Baufeld W 4 westlich des Ettlinger Tors brechen die Arbeiter mit den Zangen der schweren Baugeräte den Deckel der etwas mehr als 50 Jahre alten früheren Unterführung der Kriegsstraße unter dem Ettlinger Tor hindurch ab.

Weichgelsohle soll Eindringen von Grundwasser verhindern

Auf der gegenüber liegenden Seite der Kreuzung Ettlinger Tor im Baufeld O 4 sind die Anker der oberen Lage fast alle gebohrt und gespannt. Mit dem Einbringen der Lanzen zur Injektion der Weichgelsohle wird begonnen. Diese wird beim später folgenden Aushub unterhalb des Grundwasserspiegels verhindern, dass Wasser von unten in die Baugrube eindringt.

Im östlichen Teil des Baufelds O 4 haben die Arbeiter den Erdaushub bis zur ersten Ankerlage abgeschlossen, so dass nun auch in diesem Teil des Baufelds mit der Vorbereitung der Injektion von Weichgel, dem Einbringen der Lanzen, begonnen werden kann.

Der Stadtbahntunnel bekommt weiter seine Gleise

Beim Innenausbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in Richtung Hauptbahnhof sind dagegen ganz andere Bauleistungen im Gange: Viele Tonnen Schotter, Beton für die Schwellen und Stahl für die Schienen werden derzeit in den Haltestellen Lammstraße und Europaplatz sowie in den Tunnelabschnitten dazwischen und bis zur Rampe Mühlburger Tor hin bewegt.

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Gleisbau I: Im Gleisdreieck unter dem Marktplatz werden die Gleise als "feste Fahrbahn" mit Beton vergossen. Bild: Kasig

Nachdem die Unterschottermatten auch im Bereich der südlichen Hälfte der unterirdischen Gleistrasse verlegt worden sind, folgt jetzt das Aufschütten, Planieren und Verdichten des Schotters, auf den zu guter Letzt die bereits vormontierten Gleisteile gelegt werden. Bis Ende Juni soll der Gleiseinbau auf dem unterirdischen West-Ast der Kaiserstraße abgeschlossen sein.

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Gleisbau II: Die fest verbauten Gleise werden miteinander verschweißt und geschliffen. Bild: Kasig

Aufzüge und Rolltreppen werden montiert

Betonwerkstein für Betonwerkstein wird in der Haltestelle Europaplatz und auch in der Haltestelle Marktplatz auf die Bahnsteigoberflächen gelegt und auf die Unterkonstruktion an den Haltestellenwänden montiert. Jeder einzelne der hellen Steine wird exakt platziert: Alleine an den Wänden auf einer Fläche von etwa 100 Metern bei einer Höhe von vier Metern.

Rolltreppen und Aufzüge werden montiert, nachdem sie in millimetergenauer Arbeit mit Winden zunächst einmal in die vorgesehenen Schächte und Treppenabgänge bugsiert wurden. Auch das Elektro- und Sanitärhandwerk ist in den Tunnelabschnitten und den Haltestellen zu Gange: Löschwasserrohre werden eingebaut, elektrische Kabel in Leerrohre eingezogen und von dort in Schaltschränke geführt.

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