Kombi-News 13.4.2018
Im Baufeld in der Ludwig-Erhard-Allee entsteht Stück für Stück die Tunnelsohle.
Bild: Kasig
Kombi-News: In der Kriegsstraße entstehen die ersten Tunneldecken
Karlsruhe
14.04.2018 06:00
Vor allem in der Kriegsstraße sind derzeit die Fortschritte der Kombilösung sichtbar. Während sich in der Kaiserstraße nämlich bereits der Großteil unter der Erde und außerhalb der Blicke der Karlsruher abspielt, werden dort nämlich die ersten Tunnelsohlen, Wände und sogar Decken betoniert. Einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten geben die Verantwortlichen der Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft (Kasig).

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunter liegenden Autotunnel tritt in ein neues Stadium ein: Im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße beginnen in der nächsten Woche die Arbeiter mit der Herstellung der Tunneldecken, nachdem die Sohle bereits weit gediehen ist und auch die Betonage der Tunnelwände voranschreitet.

Kombi-News 13.4.2018
In der Kriegsstraße läuft zwischen Ritterstraße und Lammstraße bereits die Vormontage für die Tunneldecke. Bild: Kasig

Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee ganz im Osten des Teilprojekts Kriegsstraße entstehen nun, wie schon zuvor in W 2, die Sohlen des künftigen Autotunnels beziehungsweise im Bereich dieses Baufelds der Rampen für die Ein- und Ausfahrt. Gleichzeitig werden noch die Spundwände mit Spritzbeton geglättet – so dienen sie bei der Wandbetonage auch als rückwärtige Schalung.

Altes "Substage" ist bald endgültig Geschichte

Westlich daran anschließend in den Baufeldern O 4 und O 3 zwischen Mendelssohnplatz und Ettlinger Tor sind die Arbeiter noch mit dem Kanal- und Leitungsbau beschäftigt. Für den Verbau – hier überschnittene Bohrpfahlwände – der Tunnelbaugrube beginnen die Arbeiten mit der Herstellung der so genannten Bohrschablonen.

Direkt östlich neben dem Ettlinger Tor neigt sich der Abriss der früheren Fußgängerunterführung – die zuletzt als unterirdische Musikbühne "Substage" genutzt wurde – dem Ende zu: Bereits abgebrochene Teile des Bauwerks werden mit Erdreich verfüllt, so dass bis Anfang des nächsten Monats das Bauwerk endgültig Geschichte ist.

Auch am Ettlinger Tor entstehen die Zugänge

Beim Rohbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße sind jetzt auch die letzten Stationsaußenwände betoniert: Die Stirnwand im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor ist hergestellt. Jetzt werden in diesem Bereich noch die Treppenabgänge, eine Zwischenebene und die Innenwände gebaut. Über diese Zwischenebene ist ab der Inbetriebnahme des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels auch der direkte Zugang aus der Haltestelle heraus in das benachbarte Einkaufszentrum am Ettlinger Tor möglich.

Ansonsten beschäftigen sich die Arbeiter im Tunnel- und Haltestellen-Rohbau vor allem noch mit einer Fülle von Restarbeiten. In den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße sind die vorderen Bahnsteigkanten und das im Bahnsteigkörper errichtete Mauerwerk hergestellt, damit jetzt die Kabelpritschen und die Löschwasserleitungen verlegt werden. Danach gehen wieder die Arbeiter vom Rohbau ans Werk und legen auf die Bahnsteigkanten und das Mauerwerk Stahlbetonplatten, die – mit Beton vergossen - die Bahnsteigoberfläche bilden. Aktuell sind die Arbeiter damit in der Haltestelle Kronenplatz beschäftigt.

Kombi-News 13.4.2018
Nach der Demontage des Turmdrehkrans wird jetzt die Oberfläche südliche Karl-Friedrich-Straße und Ettlinger Tor hergestellt. Bild: Kasig

Der große Turmdrehkran in der südlichen Karl-Friedrich-Straße am Ettlinger Tor ist jetzt auch demontiert und signalisiert damit gleichzeitig den fortschreitenden Rückzug der Bauarbeiten von der Oberfläche: Fahrbahn und Gehwegen können jetzt auch in diesem Bereich ebenso wie auf der anderen, der südlichen Seite vom Ettlinger Tor in der Ettlinger Straße hergestellt werden. Das Baufeld in der Lammstraße südlich der Kaiserstraße ist ebenfalls schon reduziert worden – dort stehen aber jetzt drei Container mit einer Sicherheitszentrale und einem Sanitätsbereich für die Arbeiter.

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