Im Einsatz waren mehr als 100 Feuerwehrleute.
Im Einsatz waren mehr als 100 Feuerwehrleute.
Bild: dpa
Zoobrand Karlsruhe: Technischer Defekt als Ursache wahrscheinlich
Karlsruhe
19.11.2010 14:38
Laut aktuellem Stand der Ermittlungen sei die Ursache des Brandes im Karlsruher Zoo wahrscheinlich auf einen technischen Defekt zurückzuführen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Für eine Brandstiftung gebe es derzeit keine Hinweise.

Nach dem Brand im Karlsruher Zoo, bei dem am vergangenen Samstag 26 Tiere des Streichelgeheges getötet wurden, ziehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ein erstes Resümee der bislang durchgeführten Ermittlungen. Den Behörden liegt zwischenzeitlich das von einem Brandsachverständigen erstellte Gutachten zur Brandursache vor. Demnach konnte der Gutachter, obgleich er eine solche nicht gänzlich ausschließen kann, bei seinen Ermittlungen bis dato keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung finden.

Holzkonstruktion fing rasch Feuer

Im Rahmen der Begutachtung der Brandörtlichkeit ergaben sich für den Sachverständigen hingegen Hinweise, die einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer wahrscheinlich erscheinen lassen. Demnach könnte der Brand seinen Ursprung in einem Teilbereich der Elektroinstallation an zentraler Stelle des Stallkomplexes gehabt haben.

 

Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die gesamten Stallungen aus einer Holzkonstruktion bestanden, haben die Flammen in daraufhin reichlich Nahrung gefunden, wodurch sich das Feuer rasch ausbreitete und insgesamt sehr intensiv war. Auf Grund der schweren Brandzehrung und dem Grad der durch das Feuer entstandenen Zerstörung gestaltete sich die Arbeit des Sachverständigen und der Brandermittler äußerst schwierig.

Ermittlungsgruppe "Zoo" bleibt bestehen

Auch die Arbeit der siebenköpfigen Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei brachte bislang keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Brandstiftung. So stehe der in zeitlicher Nähe entdeckte Brand zweier Mülltonnen nur wenige hundert Meter vom Zoo entfernt wohl nicht im Zusammenhang mit dem Zoobrand.

Die Behörden betonen jedoch, dass es sich um ein vorläufiges Ermittlungsergebnis handelt und die Ergebnisse einiger weitergehender Untersuchungen noch ausstehen. Die Ermittlungsgruppe "Zoo" bleibt zunächst bestehen.

Spendenkonten:

Zoofreunde e. V.
Verwendungszweck "Soforthilfe Streichelzoo"

Badische Beamtenbank
BLZ: 660 908 00
Konto-Nummer: 34753291

Sparkasse Karlsruhe
BLZ: 660 501 01
Konto-Nummer: 13000005

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Nach ersten Schätzungen dürfte der Schaden mehrere hunderttausend Euro betragen. Im Einsatz waren mehr als 100 Feuerwehrleute. Auch am Samstagvormittag musste die Feuerwehr noch Glutnester im Dickhäuterhaus löschen. Der Zoo blieb zunächst geschlossen, soll aber bereits am Sonntag wieder seine Pforten öffnen.

 
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