Stadrat Jürgen Wenzel (Freie Wähler)
Bild: ps/ka-news
Jürgen Wenzel (Freie Wähler) zum Doppelhaushalt 2019/2020: "Karlsruhe braucht Mut zu unpopulären Entscheidungen"
Karlsruhe
25.09.2018 14:30
Wie soll sich die Stadt in den kommenden zwei Jahren finanziell entwickeln? Das soll der Doppelhaushalt 2019/2020 festlegen, der in den kommenden Wochen verabschiedet wird. Am Dienstag haben die Fraktionen im Gemeinderat die Möglichkeit, sich zum vorgelegten Entwurf der Stadtverwaltung Karlsruhe zu äußern. Zuvor hat ka-news die Parteien und Wählervereinigungen befragt, was sie am Entwurf gut und wo sie Schwerpunkte setzen wollen. Für die Freien Wähler hat sich hier Jürgen Wenzel zu Wort gemeldet.

Was finden Sie am Doppelhaushalt gut?

Das Karlsruhe seinen Ruf als soziale Stadt weiterhin gerecht wird und das Budget in den Bereichen Soziales und Jugendhilfe, sowie in Investitionen wie die Sanierungen von Schulen, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen deutlich steigen wird.

Was ist schlecht gelöst und wo muss Ihrer Meinung nachgebessert werden?

Es werden falsche Begehrlichkeiten geweckt! Zwar liegen laut vorgelegter Hochrechnungen die Erträge das Kämmereihaushaltes der Stadt im Jahr 2017 tatsächlich üben den Aufwendungen. Schaut man aber auf den Gesamtkonzern Stadt mit all seinen Gesellschaften, dass muss man leider feststellen, dass die Verschuldung Karlsruhes (Investitionen ohne Kassenkredite) um weitere zirka 100 Millionen Euro von 1,6 Milliarden im Jahr 2016 auf fast 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2017 gestiegen ist. Investitionen zur Erhöhung der Sicherheit und der Gefahrenabwehr sowie die in bezahlbaren (intelligente) Wohnraumbeschaffung sind uns zu gering!

Wo liegt der Schwerpunkt der Freien Wähler?

Unter dem Motto "Karlsruhe - Moloch oder Oase?" steht unsere Haushaltsrede. Wir Freien Wähler sind der Auffassung, dass sich Karlsruhe derzeit an einem Scheidepunkt befindet! Entwickelt sich unsere Stadt zu einem unkontrollierbar wachsenden Moloch, der unerbittlich seine Opfer in ökologischer oder gesellschaftlicher Hinsicht fordern wird - oder haben wir den Mut Entscheidungen zu treffen, die zwar derzeit unpopulär sind, aber in Zukunft dafür sorgen werden, dass unsere Stadt im Herzen des Hardtwalds weiterhin die grüne und lebenswerte Oase bleibt, die heute Karlsruhe weit über die Grenzen unserer Region so beliebt macht.

Weitere Themen sind: "Wandel der Gesellschaft" - "Recht auf Sicherheit" - "Wohnraum schaffen" - "Innenstadt aufwerten" - "Lebensqualität bewahren!"

Mehr zum Thema:
Karlsruher Doppelhaushalt 2019/20: Schulden, Finanzen, Investitionen: Alles über den Karlsruher Doppelhaushalt 2019/20. ka-news ist wie immer live vor Ort und berichtet von den Gemeinderatssitzungen.
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