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Bild: pixabay.com © Ben_Kerckx
Von Karlsruhe ans Meer: Was Urlauber im Corona-Sommer beachten sollten
Karlsruhe
11.07.2020 06:00
Coronazeit ist - auch wenn man es schwer glauben kann - Urlaubszeit! Trotz der Pandemie steht die Reisesaison auch im Jahr 2020 nicht still. Sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland empfangen die Hotels, Pensionen und Campingplätze wieder Besucher. Was sollte vor dem Start in die Ferien beachtet werden und für welche Länder sind die Reisewarnungen aufgehoben?

Viele Bundesländer haben die Sommerferien bereits eingeläutet. Spätestens am 30. Juli, wenn in Baden-Württemberg die Ferien beginnen, geht der Ansturm auf die Urlaubsregionen auch hier los. Denn trotz der Corona-Pandemie dürfen Reiseziele sowohl im In- als auch im Ausland wieder besucht werden. 

Auch im Jahr 2020 muss der Sommerurlaub nicht ins Wasser fallen. Bild: pixabay.com

Abende am Strand, eine Wanderung in den Bergen oder doch auf Erkundungstour in eine neue Stadt: Auch wenn das Fernweh  ruft, ist weiterhin Vorsicht geboten. "Wir können noch nicht sicher sein, dass die Pandemie vorüber ist", warnt Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup. 

Corona-Beschränkungen: Lunchpaket statt Buffet

Wer auch im Corona-Jahr auf den Urlaub nicht verzichten möchte, dem stehen in Baden-Württemberg seit Ende Mai die Hotels und Campingplätze wieder offen. Obwohl sich die detaillierten Regeln in den einzelnen deutschen Bundesländern unterscheiden, dürfen wieder in der gesamten Republik Touristen empfangen werden. Bei der Urlaubsplanung sollten die Hygiene- und Corona-Vorschriften am Reiseziel im Vorfeld in Erfahrung gebracht werden. 

Noch immer gelten die Beschränkungen der Corona-Verordnungen. Das müssen auch Urlauber beachten. Bild: Lena Kube

Wer in Deutschland in Hotels oder Pensionen übernachtet, muss sich auf einige Besonderheiten gefasst machen. Während mancherorts die Kapazitäten für die Gäste beschränkt wurden, gelten in anderen Betrieben strenge Hygieneauflagen. Statt Frühstücksbuffet müssen sich viele Hotelgäste in diesem Sommer wohl auf Lunchpakete einstellen.

Welche Regeln gelten in welchem Bundesland?

Wenn sich Badener an der Ostsee sonnen und sich Nordlichter im Schwarzwald auf Wanderschaft machen, ist bei unterschiedlichen Corona-Vorschriften Chaos wohl vorprogrammiert.  Um Missverständnissen entgegenzusteuern, haben sich die Gesundheitsminister der Bundesländer Anfang Juli auf einheitliche Regeln verständigt.

Einige Bundesländer, darunter Mecklenburg-Vorpommern, hatten zuvor an der Maskenpflicht gerüttelt. Nach regen Diskussionen steht nun, bevor die große Urlaubssaison beginnt, fest: Der Mund-Nase-Schutz bleibt überall in Deutschland beim Einkaufen . 

Der Mund-Nase-Schutz bleibt in allen Bundesländern weiterhin bei Einkaufen Pflicht. Bild: rmv

Ob das eigene Auto, Bus und Bahn, oder gar mit dem Flugzeug ins Ausland: Urlaubern steht wieder die gesamte Palette an Anreisemöglichkeiten offen.

Unterwegs mit dem Reisebus: Mund-Nase-Schutz bei der Fahrt

Reisebusse dürfen seit Mitte Juni wieder unterwegs sein: Während der Fahrt muss allerdings ein Mund-Nase-Schutz getragen werden und in den Fahrzeugen gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern. Lieber ans Fenster oder doch der Platz am Gang? Das dürfen Fahrgäste bis auf weiteres nicht mehr selbst entscheiden, denn allen Reisenden werden feste Plätze zugewiesen.

In den Bussen gelten Mindestabstand und Maskenpflicht. Bild: Thomas Riedel

Aufgrund von flächendeckenden Reisebeschränkungen stand der Flugverkehr in den vergangenen Monaten zeitweise still. Auch am Baden-Airpark kam der Tourismus zum Erliegen: Während im Jahr 2019 rund 100.000 Gäste von dort in die Urlaubsregionen der Welt starteten, rechneten die Betreiber ein Jahr später mit nur 100 Personen.

Betrieb am Baden-Airpark läuft wieder an - unter strengen Voraussetzungen

Seit dem 1. Juli hat der Flughafen seinen Betrieb wieder aufgenommen. Neben Städteverbindungen fliegen mehr Airlines nun auch touristische Ziele an - mit steigenden Passagierzahlen, so der Flughafen in einer Pressemeldung.

Baden-Airpark Bild: ps

Im gesamten Terminal gelten zudem die Maskenpflicht sowie die üblichen Hygieneregeln. Wer seine Maske vergessen hat, kann sich einen Ersatz an Automaten an den Eingängen als auch im Flughafenshop kaufen. Zudem wurden Reinigungsintervalle erhöht und mehr Desinfektionsspender bereitgestellt.

Für welche Länder gelten keine Reisewarnungen mehr?

Obwohl das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung bis zum 31. August verlängert hat, wurde das Reisen in zahlreiche Länder per Ausnahmeregelung wieder erlaubt. Sie umfasst alle Mitgliedstaaten der EU sowie Großbritannien und Nordirland, die Schweiz, Island, Andorra, San Marino, Liechtenstein und den Vatikanstaat.

Das Auswärtige Amt empfiehlt Urlaubern dringend, sich über die Corona-Reglementierungen in den Ländern vor der Reise zu erkundigen und mögliche Mehrkosten im Vorfeld einzuplanen. Teilweise können bei den anvisierten Urlaubszielen auch nationale Einreisesperren bestehen.

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