Die einzelnen Teile eines Corona-Schnelltests werden in einer Schule ausgeteilt.
Die einzelnen Teile eines Corona-Schnelltests werden in einer Schule ausgeteilt.
Bild: Holger John/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ab Inzidenz von 100: "Indirekte Testpflicht" kommt zum 19. April
Stuttgart
07.04.2021 18:05
Schüler und Lehrer im Südwesten müssen sich künftig in Regionen mit hohen Infektionszahlen testen lassen, um am Präsenzunterricht teilzunehmen. Wer in der Woche ab 12. April in die Schulen zurückkehrt, kann sich noch freiwillig testen lassen, wie das Kultusministerium am Mittwoch in einer Handreichung an die Schulen mitteilte. Vom 19. April an gilt dann eine Testpflicht für alle Schüler in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Das Ministerium spricht von einer "indirekten Testpflicht". Ein negatives Testergebnis sei "Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung".

"Ein negatives Testergebnis ist dann Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht an öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft. Einbezogen sind grundsätzlich sowohl die Schüler aller Klassen und Jahrgangsstufen - von der Grundschule bis hin zu allen beruflichen Bildungsgängen - als auch das gesamte an den Schulen vor Ort tätige Personal. Einbezogen sind darüber hinaus Kinder, die an den Schulen die Notbetreuung (Klasse I bis einschließlich 7) in Anspruch nehmen", heißt es seitens des Kultusministeriums.

Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, kehren alle Klassenstufen aller Schularten ab dem 19. April zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht zurück.

Die einzelnen Teile eines Corona-Schnelltests werden in einer Schule ausgeteilt.
Die einzelnen Teile eines Corona-Schnelltests werden in einer Schule ausgeteilt. Bild: Holger John/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

"Das schulische Präsenzangebot muss allerdings den vom Land zur Verfügung gestellten Testkapazitäten Rechnung tragen. Ein täglicher Wechsel der Gruppen ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Vertretbar ist eine Wechselunterrichtsregelung nur mit mindestens zwei (optional drei) aufeinanderfolgenden Präsenztagen pro Schülerkohorte", so das Ministerium weiter. 

Mit einem wochenweisen Wechsel könne eine Durchmischung der Gruppen zudem noch besser ausgeschlossen werden. Dann müsste aber zweimal pro Woche eine Testung erfolgen. 

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