Frank Mentrup und Andrea Reineke mit Mitarbeitern des Impfzentrums.
Frank Mentrup und Andrea Reineke mit Mitarbeitern des Impfzentrums.
Bild: Carsten Kitter
Es macht Pieks: Alte Feuerwehrwache wird städtisches Impfzentrum - mit Vorteilen für alle Karlsruher
Karlsruhe
10.06.2021 16:58
"Es macht pieks", mit diesen Worten stellt Oberbürgermeister Frank Mentrup die neue städtische Impfstraße in der alten Feuerwehrwache in der Ritterstraße vor. Dort, wo vor kurzem noch die Berufsfeuerwehr ihre Heimat hatte, wird nun gegen das Corona-Virus gekämpft beziehungsweise geimpft. Ab sofort bekommen Mitarbeiter der Stadt Karlsruhe hier den Impfstoff von Biontech verabreicht - das bringe auch Vorteile für die restliche Bevölkerung Karlsruhes.

Die Corona-Lage in Karlsruhe entspannt sich weiter. Am Donnerstag, 10. Juni, liegt die Sieben-Tages-Inzidenz laut Daten des RKI-Dashboards bei 13,1 im Stadtkreis und bei 18,0 im Landkreis. Wie die Bürger in der Fächerstadt genießt auch die Stadt die neuesten Lockerungen und lädt zur wöchentlichen Corona-Pressekonferenz erstmals zu einem Vor-Ort-Termin ein statt wie in den vergangen Wochen üblich, in den virtuellen Presseraum. 

Gebäude würde sonst leer stehen

Grund dafür ist aber nicht die aktuell gute Inzidenz-Lage, sondern die Eröffnung eines weiteren Impfzentrums auf der Gemarkung Karlsruhes. Unter dem Namen "Piks" (Personal-Impfstelle Konzern Stadt Karlsruhe) dient die alte Feuerwache in der Ritterstraße ab sofort als Impfzentrum für städtische Mitarbeiter. Das Angebot sei gleichzustellen mit einer betriebsärztlichen Impfung.

Frank Mentrup und Andrea Reineke präsentieren bei der wöchentlichen Pressekonferenz der Stadt Karlsruhe die neue Impfstraße in der alten Feuerwehrwache.
Frank Mentrup und Andrea Reineke präsentieren bei der wöchentlichen Pressekonferenz der Stadt Karlsruhe die neue Impfstraße in der alten Feuerwehrwache. Bild: Carsten Kitter

Oberbürgermeister Frank Mentrup präsentiert am Donnerstag gemeinsam mit Andrea Reineke, der Leiterin des ärztlichen Dienstes der Stadt Karlsruhe, die neue Impfstelle, an der bis zu 150 Personen am Tag geimpft werden könnten. "Wir können hier nicht nur den Mitarbeitern der Kernverwaltung, sondern auch den Mitarbeitern der städtischen Gesellschaften ein Impfangebot machen", eröffnet Mentrup. 

Potenziell könnte damit ein Impfangebot für 14.000 Menschen gemacht werden. "Da viele unserer Mitarbeiter schon eine Impfung oder ein Angebot erhalten haben, gehen wir davon aus, dass deutlich weniger als 14.000 das Angebot wahrnehmen", so der OB. Er rechne ungefähr mit 4.000 bis 5.000 Impfungen.

Zusätzlicher Impfstoff für Karlsruhe

Mit der neuen Impfstelle würde das Problem der Impfstoff-Knappheit aber nicht verschwinden, im Gegenteil, wie Mentrup erklärt. "Wir starten mit 55 Fläschchen von Biontech, die insgesamt 320 Impfdosen ergeben. Wir können also nicht allen Impfwilligen ein Angebot machen." 

Oberbürgermeister Frank Mentrup.
Oberbürgermeister Frank Mentrup. Bild: Carsten Kitter

Insgesamt würde der vorhandene Impfstoff in der Fächerstadt durch die neue Impfstelle aber nicht weniger werden. Durch das neue Impfzentrum würde Karlsruhe sogar mehr Impfstoff zu Verfügung gestellt bekommen. "Es kommt zusätzlicher Impfstoff zwar wenig, aber es hilft, die Impf-Kampagne weiter voranschreiten zu lassen", so Mentrup. 

Neben dem Voranschreiten der Impfungen in der Region und einem erleichterten Zugang zu einem Termin für die Mitarbeiter der Stadt verspricht sich der Rathaus-Chef auch Vorteile für die gesamte Bevölkerung Karlsruhes.  Da wäre einerseits der zusätzliche Impfstoff für Karlsruhe und andererseits das niedrigere Infektionsrisiko bei persönlichem Kontakt mit städtischen Mitarbeitern.

Ein Mitarbeiter des Karlsruher Zoos wird gegen Corona geimpft.
Ein Mitarbeiter des Karlsruher Zoos wird gegen Corona geimpft. Bild: Carsten Kitter

"Bürger, die in Zukunft mit städtischen Mitarbeitern Kontakt haben, können mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese geimpft sind. Wenn beispielsweise ein Sozialarbeiter geimpft ist, der jeden Tag drei Familien besucht, sind durch die Impfung auch diese Familien ein Stück weit besser geschützt", erklärt Mentrup und ergänzt: "Es ist insgesamt ein gutes Zeichen für die Resistenz unserer Bevölkerung gegen das Corona-Virus und ein weiterer Lichtblick in der Pandemie."

 

 

 

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