Ein Mann steht am Covid-19 Impfcenter hinter einer Bodenmarkierung mit der Aufschrift "Impfen" und einer Spritze.
Ein Mann steht am Covid-19 Impfcenter hinter einer Bodenmarkierung mit der Aufschrift "Impfen" und einer Spritze.
Bild: Arne Dedert/dpa/POOL/dpa/Symbolbild
Corona-Impfung im Karlsruher KIZ: Terminvereinbarungen werden ab Freitag einfacher
Karlsruhe
13.07.2021 11:58
Seit über einem Jahr beeinflusst das Corona-Virus das alltägliche Leben. Inzwischen ist die dritte Welle, ausgelöst durch eine Corona-Mutation, gebrochen und die Infektionszahlen beginnen zu sinken - doch wohin geht der Trend? Von den Anfängen bis heute: Jede Woche gibt es einen Überblick über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Karlsruhe und einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen.

1. Aktuelle Corona-Lage: Inzidenz steigt leicht

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Die Corona-Lage im Stadt- und Landkreis Karlsruhe entspannt sich. Allerdings kletterten die Zahlen in Karlsruhe wieder etwas nach oben. 

Zum Vergleich: Waren am Donnerstag, den 8. Juli, noch 50 Personen mit dem Virus infiziert, so sind es am Dienstag, den 13. Juli, wieder 91. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt im Stadtkreis Karlsruhe bei 17,6 und im Landkreis bei 8,3. 

Bild: Landratsamt Karlsruhe

Deshalb warnt das Robert Koch Institut (RKI) in seinem aktuellsten Lagebericht: "Seit dem 12.07.2021 stuft das Robert Koch-Institut die Gefährdung der Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insbesondere aufgrund der Verbreitung von einigen besorgniserregenden SARS-CoV-2 Varianten sowie der noch nicht ausreichend hohen Impfquote insgesamt weiterhin als hoch ein. Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt, wobei Menschen mit chronischen Erkrankungen und vulnerable Bevölkerungsgruppen besonders betroffen sind." 

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.
Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze. Bild: Sven Hoppe/dpa

Impfaktionen ohne Termin geplant

Ab jetzt wird es "easy", wie Bettina Lisbach auf der virtuellen Pressekonferenz am Dienstagmorgen bekanntgibt. Der Grund: Nachdem bereits die Kommunalen Impfzentren in Sulzbach und Bruchsal über die Möglichkeit informiert haben, das Impfungen nun ohne Termine möglich seien, zieht Karlsruhe jetzt nach.

Mittels der Website impfen-ka.de soll es ab kommenden Donnerstag Impfwilligen nun leichter fallen, einen Impftermin in Karlsruhe zu ergattern. Impfaktionen an den kommenden Wochenenden unterstützen diese Aktion zusätzlich und können sogar ganz ohne Termin aufgesucht werden. 

Dafür soll am kommenden Samstag, 17. Juli, und am Sonntag, 18. Juli, jeweils eine Impfaktion an der Marktlücke und auf dem alten Schlachthof stattfinden.

Doch nicht nur das: Abgesehen von der vereinfachten Terminvereinbarung über die Website wird es ab Freitag erste Slots geben, die es den Bürgern ermöglichen, ohne Termin eine Impfung in der Schwarzwaldhalle zu erhalten. Sämtliche Impfstoffe - von Biontech, über Moderna bis Johnson & Johnson - sollen hierfür zur Verfügung gestellt werden. 

Des Weiteren sollen in Zukunft auch Gruppenimpfungen - Hochschulgruppen, Vereine et cetera - möglich gemacht werden, um eine mögliche "Gruppendynamik" zu erwirken. 

Dateiname : Corona-Impfaktionen Karlsruhe
Dateigröße : 93.09 KBytes.
Datum : 13.07.2021 13:07
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"Wir müssen davon ausgehen, dass die vierte Welle kommt. Darum lassen wir nichts unversucht, um das Impfangebot zu erhöhen. Wir müssen näher zu den Menschen kommen", so Lisbach und Oberbürgermeister Frank Mentrup auf der Pressekonferenz und Andreas Ruf, Leiter des Karlsruher Impfzentrums, betont: "Die Impfquote ist in der vergangenen Woche deutschlandweit um ein Drittel zurückgegangen. Ein weiteres Abflachen wäre nicht gut."

Oberbürgermeister Frank Mentrup.
Oberbürgermeister Frank Mentrup. Bild: Carsten Kitter

2. Entwicklungen der Neuinfektionen in Karlsruhe

Im Verlauf der Corona-Pandemie hat Karlsruhe nun mehrere Hochs und Tiefs hinter sich. Wie die Grafik zeigt, kletterte die Rate der Neuansteckungen zuletzt im November 2020 in die Höhe, danach im März 2021. Inzwischen sind die Zahlen deutschlandweit aber wieder am Sinken, was unter anderem der fortschreitenden Impfkampagne zugeschrieben wird.

Dennoch sind manche Infektionsketten oft nicht mehr bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen, weshalb eine eindeutige Zuordnung schwierig ist. 

3. So erfolgreich waren die Maßnahmen in Karlsruhe

Ob Schließung des Einzelhandels, Fernunterricht oder die Maskenpflicht: All diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Wie die Grafik zeigt, haben die verschiedenen Beschränkungen jeweils ihre Wirkung entfaltet.

Jeweils rund eine Woche nach Einführung der Restriktionen war die Zahl der Neuinfizierten rückläufig. Dieser zeitliche Verzug ist durch die Inkubationszeit zu begründen. Im Mittel beträgt die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch von Covid-19 laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) fünf bis sechs Tage. In anderen Worten: Sollte es aufgrund der Vernachlässigung der Corona-Vorschriften zu vermehrten Ansteckungen kommen, kann dies erst rund eine Woche später an den Zahlen abgelesen werden.

Dateiname : RKI Lagebericht 12.07
Dateigröße : 2.14 MBytes.
Datum : 13.07.2021 13:32
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