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Baden-Württemberg erwartet Entspannung bei Impfsituation: "Je mehr Impfstoffe, desto mehr Termine"
12.01.2021 11:42
Je mehr Impfstoff zur Verfügung steht, desto mehr Impf-Termine können vergeben werden. Gesundheitsminister Manne Lucha ist optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson Entspannung eintritt. Das geht aus einer Pressemitteilung vom Land Baden-Württemberg hervor.

Gesundheitsminister Manne Lucha bittet die Bevölkerung beim Thema Impfen um Geduld.

"Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6.500 Menschen impfen. Die Bundesregierung hat per Verordnung festgelegt, dass im ersten Schritt insbesondere über 80-Jährige sowie ärztliches und pflegerisches Personal geimpft werden dürfen. Allein diese Personengruppe macht bei uns im Land rund 1 Million Menschen aus, die derzeit impfberechtigt sind“, so Lucha am 10. Januar in Stuttgart.

Je mehr Impfstoffe, desto mehr Termine

Diese große Diskrepanz sei leider nicht so schnell aus der Welt zu schaffen. "Ich bin optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson etwas Entspannung eintritt“, so Lucha weiter.

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Gesundheit, gestikuliert. Bild: Marijan Murat/dpa

Die Rechnung sei einfach: "Je mehr Impfstoff wir zur Verfügung haben, desto mehr Menschen erhalten Termine", sagt Lucha.

Die Infrastruktur sei da, inklusive tausender Ärzte, medizinischer Fachangestellte und Freiwillige. Die Impfung selbst bleibe aber freiwillig. Momentan sei die Nachfrage einfach viel größer als das Angebot.

Ich verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kommen, weil die Termine so schnell vergriffen sind. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, die Lage wird sich entspannen. Und seien Sie versichert: Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort vergeben", so der Gesundheitsminister in der Pressemitteilung.

Impfungen in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat Stand 9. Januar 268.125 Impfdosen geliefert bekommen. Davon wurden zuletzt am 9. Januar 92.625 Impfdosen ausgeliefert. Die nächste Lieferung von Biontech wird die Impfzentren vermutlich am 21. Januar erreichen. Das Land hält 50 Prozent der Dosen zurück, um die 2. Impfung auch bei Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers garantieren zu können.

Somit hat Baden-Württemberg seit Beginn der Impfungen faktisch 134.063 Impfdosen geliefert bekommen, die auch direkt verimpft werden können. Von diesen wurden bis einschließlich 8. Januar 55.320 verimpft.

(Symbolbild) Bild: Thomas Riedel

Somit standen am 9. Januar noch 78.743 Impfdosen zur Verfügung. Dieser Impfstoff sollte bis 21. Januar, also bis zur nächsten Lieferung reichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste das Land 6.057 Dosen pro Tag verimpfen. Derzeit werden ca. 6.200 Impfdosen am Tag verimpft.

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