Nico Sandhaas, Marktleiter des CAP-Supermarktes in Durlach.
Nico Sandhaas, Marktleiter des CAP-Supermarktes in Durlach.
Bild: privat
Einkaufen nur für Senioren: "Wir wollen erreichen, dass alle so gut wie möglich versorgt werden"
Karlsruhe
25.03.2020 16:50
Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Andrang auf Supermärkte derzeit groß. Besonders für gefährdete Gruppen wie Senioren ist das Einkaufen somit immer mit einem Risiko verbunden. Der Supermakt CAP in Durlach hat darauf reagiert - und öffnet seine Türen für eineinhalb Stunden pro Woche nur für Kunden ab 60.

Von 13 bis 14.30 Uhr haben Senioren künftig donnerstags den CAP-Markt in der Durlacher Fußgängerzone ganz für sich. Um die älteren Mitbürger vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, hat der Markt in dieser Zeit ausschließlich für sie geöffnet. Nur Einkaufshelfer, die zuvor vom Stadtamt Durlach ausgewählt wurden, dürfen noch mit hinein. 

Sicherheitskräfte kontrollieren Ausweise der Kunden

Kunden können sich den Einkauf dann entweder mitnehmen, oder sich diesen am nächsten Tag kostenlos nach Hause liefern lassen. Damit sich auch jeder an die Vorgaben hält, kontrollieren Sicherheitskräfte im Zeitraum der Aktion am Eingang die Ausweise der Kunden.

Der Cap-Supermarkt in Durlach. Bild: Ingo Rothermund

"Geschützter Einkauf" heißt die Aktion, die nun für die nächsten drei Wochen im Durlacher CAP-Markt stattfinden soll. Ist sie erfolgreich, wird sie auf die übrigen vier CAP-Filialen in Karlsruhe und Ettlingen ausgeweitet.

"Ich gebe zu, morgens wäre tendenziell besser"

"Gerade Risikogruppen und Personen, die sich durch Covid-19 vielleicht in einer besonderen oder schlechten Lebenslage befinden, müssen wir nun die Möglichkeit bieten, mit allem, was sie benötigen zu versorgen", erklärt Marktleiter Nico Sandhaas im Gespräch mit ka-news.de die Motivation hinter dem Vorhaben.

Nico Sandhaas, Marktleiter des CAP-Supermarktes in Durlach. Bild: privat

Doch werden die meistgefragten Produkte wie Toilettenpapier, Nudeln und Co. um die späte Uhrzeit nicht schon ausverkauft sein? "Ich gebe zu, morgens wäre tendenziell besser", so Sandhaas.

Allerdings werde die Ware donnerstags erst zwischen 7 und 10 Uhr angeliefert. "Morgens könnte ich dann nicht garantieren, dass die Ware schon da und auch schon verräumt wurde", sagt der Filialleiter. 

Nudeln, Mehl und Co. werden für Senioren zurückgehalten

Damit auch um 13 Uhr noch alle Artikel vorhanden sind, wolle Sandhaas erst kurz vor dem Start der Aktion die Regale mit den gefragten Produkten bestücken. "Wir halten die Waren im Lager bewusst zurück. Nachmittags hat dann jeder wieder die Chance, an die begehrten Einkäufe zu kommen, allerdings nur in bestimmten Mengen.

"Wir haben den Verkauf von Toiletten- und Küchenpapier auf eine Packung pro Person beschränkt, ebenso bei Zucker und Mehl. Nudeln werden maximal zwei Päckchen pro Kunde ausgegeben", erklärt Nico Sandhaas.

DerCap-Supermarkt in Durlach. Bild: Ingo Rothermund

Dass die Kunden für die Beschränkungen Verständnis zeigen werden, davon ist der CAP-Marktleiter überzeugt. "Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass wirklich alle so gut wie möglich versorgt werden. Denn nur gemeinsam können wir diese - für uns alle neue - Situation durchstehen!", so Sandhaas.

 

Gemeinsam gegen Corona

Mit der Aktion #KANEWSverbindet wollen wir Hilfesuchende und Helfer zusammenbringen: Auf dem Portal können Helfer ihr Angebot eingetragen und Hilfesbedürftige die Angebote nach ihren Anforderungen filtern. Weiterhin bieten wir der lokalen Geschäftswelt eine Möglichkeit, sich mit ihren Kunden zu vernetzen. Unternehmen können ihr Angebot kostenfrei eintragen.

Nachbarschaftshilfe: https://kanews-verbindet.de/

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Geschäftswelt: https://kanews-verbindet.de/wirtschaft/

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