Hauptverwaltung der Volksbank Karlsruhe eG in der Ludwig-Erhard-Allee
Hauptverwaltung der Volksbank Karlsruhe eG in der Ludwig-Erhard-Allee
Bild: Volksbank Karlsruhe
Weitere Fusion: Volksbanken Karlsruhe Baden-Baden und Pforzheim starten Gespräche
Karlsruhe
19.10.2021 16:21
Nach der VR Bank Enz plus (Remchingen) nimmt auch die Volksbank Pforzheim Fusionsgespräche mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden auf. Dies gaben die drei Häuser nach Abstimmung mit ihren jeweiligen Aufsichtsgremien am heutigen Dienstag (19. Oktober) bekannt. „Es ist genau die richtige Zeit, um die genossenschaftlichen Kräfte in der Region zu bündeln.

"Es ist genau die richtige Zeit, um die genossenschaftlichen Kräfte in der Region zu bündeln. Wir wollen tatkräftig daran mitarbeiten, gemeinsam eine Volksbank in Baden zu gestalten, die für alle Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden die besonderen genossenschaftlichen Werte nachhaltig sichert", betonte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Pforzheim, Jürgen Zachmann, im Rahmen eines Pressegesprächs.

Rund 11 Milliarden Euro Bilanzsumme

Mit einer Bilanzsumme von rund 11 Milliarden Euro, gut 1.400 Mitarbeitern, 172.000 Mitgliedern und insgesamt 380.000 Kunden würde damit die größte Genossenschaftsbank in Baden-Württemberg entstehen.

Andreas Lorenz, Vorsitzender der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden
Andreas Lorenz, Vorsitzender der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden Bild: Hammer Photographie

"Kundennähe, Regionalität, umfassende Beratungs- und Serviceleistungen, Wertschöpfung vor Ort sowie die Förderung des Mittelstands gehören zum Kern des genossenschaftlichen Bankings. Um dies nachhaltig sicherzustellen, sind Größe und wirtschaftliche Stärke unumgänglich," macht Andreas Lorenz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, deutlich.

Keine fusionsbedingten Kündigungen

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der VR Bank Enz plus, Jürgen Wankmüller, betont er: "Wir begrüßen es sehr, dass sich die Kollegen aus Pforzheim uns anschließen wollen. Es wäre eine Partnerschaft dreier gleichberechtigter Partner, die alle aus einer Position der Stärke heraus den Zusammenschluss anstreben. Dies bestätigt uns alle in unserem Leitgedanken einer genossenschaftlichen Ankerbank in der Region."

Auch wenn die eigentlichen Gespräche auf dem Weg zu einer möglichen Fusion nun erst starten, besteht in einer wichtigen Frage bereits Einigkeit: Fusionsbedingte Kündigungen schließen alle drei Partner aus. Im Gegenteil gehe es vielmehr darum, sich als attraktiver Arbeitgeber mit interessanten Zukunftsperspektiven zu positionieren.

Die Volksbank-Zentrale in Karlsruhe.
Die Volksbank-Zentrale in Karlsruhe. Bild: VR Bank Karlsruhe

Lorenz: "Die gut ausgebildeten jungen Menschen suchen einen attraktiven Arbeitgeber, bei dem sie ihr Wissen anwenden und sich weiterentwickeln können. Hier punkten wir als starke Genossenschaftsbank in einer lebenswerten Region."

Wie sehen die weiteren Schritte aus?

Am 8. und 9. November stimmen die Vertreterversammlungen in Remchingen und Karlsruhe wie geplant über die Fusion zwischen der VR Bank Enz plus sowie der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden zum 1. Januar 2022 ab. Unabhängig davon starten nun konkrete Fusionsverhandlungen mit Pforzheim.

Zu diesem Zusammenschluss sollen die Vertreterinnen und Vertreter im Frühsommer 2022 befragt werden. Die Fusion würde dann rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgen. "Wir haben die große Chance, für die Mitglieder und Kunden eine der stärksten und modernsten Genossenschaftsbanken im Land aufzubauen. Diese Chance wollen wir nutzen", sind sich die Vorstandsvorsitzenden der drei Häuser einig.

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