Eine Frau springt in einem Freibad ins Wasser.
Eine Frau springt in einem Freibad ins Wasser.
Bild: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Wegen Corona und Dauerregen: Karlsruher Freibäder verzeichnen immensen Besucherrückgang
Karlsruhe
13.09.2021 17:59
2021 ist kein gutes Jahr. Zumindest nicht für die Freibadsaison in Karlsruhe. Corona-Auflagen, Dauerregen und niedrige Temperaturen sorgten dafür, dass sich die Gesamtbesucheranzahl etwa um 49 Prozent reduzierte. Allerdings lösten die letzten zwei Punkte bei den Hallenbädern einen regelrechten "Besucher-Boom" aus. So war es für das Europabad Karlsruhe der wohl besuchsstärkste Juli überhaupt.

Wie die Karlsruher Bäder in ihrer Bilanz zur Badesaison 2021 auf einer Pressekonferenz mitteilten, sei der Besucherandrang in diesem Jahr sehr "durchwachsen" gewesen.

Denn: Die Besucherzahlen seien im Vergleich zu den Vorjahren in allen Freibädern, dem Rheinstrandbad Rappenwört, dem Freibad Rüppurr, dem Turmbergbad Durlach und dem noch bis zum ersten Advent geöffneten Sonnenbad, deutlich zurückgegangen. So habe sich die Anzahl der Besucher - im Vergleich zum Jahr 2019 -  auf rund die Hälfte reduziert (zirka 49 Prozent).

Bild: Karlsruher Bäder

Dies lasse sich zum einen auf die verordneten Corona-Maßnahmen zurückführen und die damit verbundenen Einlassbeschränkungen von maximal 2.000 bis 3.000 Gästen in den Freibädern. Zum anderen habe das häufige Regenwetter sowie die eher niedrigen Temperaturen des diesjährigen Sommers die Badegäste von einem Besuch in den Freibädern abgehalten.

Beispiellose Öffnung der Karlsruher Bäder

Was das diesjährige "Sommerwetter“ betrifft– so sei es "das Leid der Freibäder, jedoch die Freude der Hallenbäder“ gewesen, so Bäderchef Oliver Sternagel. Denn das Europabad Karlsruhe habe den besucherstärksten Juli seit Bestehen des Bades verzeichnen können.

Auch das Fächerbad habe ein "sehr erfolgreiches Jahr" hinter sich gebracht und könne es "abschließen wie erhofft". Der Grund: Da Karlsruhe deutschlandweit Vorreiter im Öffnen der Schwimmbäder während der Corona-Pandemie gewesen sei und schon früh ein funktionales Hygienekonzept für diese ausgearbeitet hatte, sei das Fächerbad von Vereinen und Spitzensportlern aus ganz Baden-Württemberg angefragt worden.

Bild: Karlsruher Bäder

Auch Bürgermeister Martin Lenz betont die beispiellose Öffnung der Bäder und spricht dafür Dankbarkeit von Seiten der Stadt aus.

Während nahezu alle Bäder in Baden-Württemberg, sowohl Freibäder als auch Hallenbäder, geschlossen bleiben mussten, seien die Karlsruher Bäder "der kommunalen Daseinsvorsorge“ nachgegangen und habe sie mit "der Tatkraft des Teams und der Mannschaft der Karlsruher Bäder“ erfüllt. Insbesondere während der Corona-Pandemie, bei wenig Auswahl an Freizeitmöglichkeiten und als Urlaubersatz, habe die "soziale Kraft und Bedeutung der Karlsruher Bäder besonders hervorgestochen."

Freibadsaison vorbei, Hallenbadsaison beginnt

Doch mit dem Auslaufen der Freibadsaison startet auch die Hallenbadsaison in eine neue Runde, die wohl deutlich rosiger ausfallen dürfte. So öffnen das Adolf-Ehrmann-Bad in Neureut, das Weiherhofbad in Durlach und das Hallenbad Grötzingen zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Pforten.

Der Stillstand sei für notwendige Reinigungs- und Renovierungsarbeiten genutzt worden, sodass die Bäder gerüstet in die neue Saison starten können. Laut Bäderchef Oliver Sternagel seien die Karlsruher Hallenbäder für "den Start in die kühlere Jahreszeit bereit und können durch das strikte Hygienekonzept die Sicherheit der Badegäste gewährleisten."

Das leere Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken im Heidelberger Hallenbad Köpfel.
Ab dem 13. September beginnt wieder die Hallenbadsaison Bild: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

So bestehe für Gäste im Eingangsbereich Maskenpflicht. Abstands- und Sicherheitsregeln sind, wie bereits im Alltag gängig, auch im Bad einzuhalten. Die Kontaktnachverfolgung erfolge über die Luca App oder über das schriftliche Kontaktformular. Für den Besuch im Bad gelte die 3G-Regel (Geimpft, Getestet, Genesen).

Kinder, Schüler sowie Sportler bei der Ausübung von Sport zu dienstlichen Zwecken, Reha-Sport, Schulsport, Studienbetrieb, Spitzen- oder Profisport seien von diesen Regelungen ausgenommen.

Auch Schwimmkurse werden wieder angeboten und können über www.aquakurse-ka.de gebucht werden.

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