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Sichere Wege für Spaziergänger: Baumfällarbeiten im Hardtwald
Karlsruhe
02.10.2020 14:42
Zur Sicherheit von Waldspaziergängern sorgt das städtische Forstamt für die Entfernung von abgestorbenen und instabilen Bäumen in Wegrandnähe im Hardtwald. Durch die schonende Bewirtschaftung des Karlsruher Stadtwalds wurde der Überlebensraum einer Urwaldreliktart gesichert, die am liebsten in alten Buchen wohnt.

Aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Jahre sind zahlreiche Altbuchen im Oberreuter Hardtwald vertrocknet.

Marode Buchen als Gefahr beim Waldspaziergang

Die herunterbrechenden Kronenteile und die Instabilität der Bäume sind eine Gefahr für die zahlreichen Waldbesucher. 

Das städtische Forstamt wird daher 65 Bäume in Nähe des Wegrandes fällen. Abgestorbene Buchen, die weit genug von Waldwegen entfernt stehen, dürfen bleiben.

Durch schonende Bewirtschaftung des Karlsruher Stadtwaldes konnte der Berliner Prachtkäfer, eine sogenannte Urwaldreliktart, überleben. Dieser lebt in alten Buchenwäldern und besiedelt abgestorbene Bäume in sonniger Lage.

Das städtische Forstamt sorgt für die Entfernung von abgestorbenen und instabilen Bäumen in Wegrandnähe. Bild: pixabay/jerzygorecki

Um diese Art zu erhalten werden die geplanten Fällungen im Vorfeld mit einem Käferexperten der Naturschutzbehörde abgestimmt. Da das Kronenholz der gefällten Bäume hierzu erhalten werden muss, wird das Forstamt keine Brennholzselbstwerber berücksichtigen.

 

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