«Yes...we are Open» ist an einem geschlossenen Geschäft zu sehen.
«Yes...we are open» ist an einem geschlossenen Geschäft zu sehen.
Bild: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild
Corona Hotspots: Landesregierung verhängt nächtliche Ausgangsbeschränkungen
Stuttgart
03.12.2020 15:25
In einigen Regionen laufen die Infektionszahlen seit Wochen aus dem Ruder. Die Landesregierung hat sich nun auf harte Maßnahmen geeinigt, um die Pandemie in den Kommunen wieder in den Griff zu kriegen.

In Corona-Hotspots im Südwesten dürfen die Bürger künftig nachts nur noch mit triftigen Gründen das Haus verlassen. Die baden-württembergische Landesregierung einigte sich am Donnerstag auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Staatsministerium mitteilte.

Mannheim, Heilbronn und Pforzheim betroffen

Die Details wolle das Sozialministerium in einem Erlass regeln. Ausnahmen gelten etwa für medizinische Notfälle oder aus Arbeitsgründen. Im Erlass sollen auch weitere Einschränkungen in den Hotspot-Gebieten geregelt werden, wie etwa Veranstaltungsverbote.

In Mannheim, Pforzheim, Heilbronn und drei weiteren Landkreisen liegt der sogenannte Sieben-Tages-Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, derzeit über der Marke von 200.

«Yes...we are open» ist an einem geschlossenen Geschäft zu sehen. Bild: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Zuvor hatte bereits der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) wegen ausufernder Corona-Infektionszahlen nächtliche Ausgangsbeschränkungen für seine Stadt angekündigt. Diese sollen ab Freitagabend in Kraft treten und für acht Tage zwischen 21 und 5 Uhr gelten.

Zum Verlassen des Hauses benötige man dann "triftige Gründe", diese müsse man bei einer Kontrolle glaubhaft machen können. Dazu zählen laut Kurz etwa berufliche Tätigkeiten. Die Polizei plant in Mannheim mobile und stationäre Kontrollen. Die Kräfte würden für die Kontrollen "massiv gestärkt".

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