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Bild: ka-news
Aufklärung ist Hauptaufgabe: Polizei startet Kampagne gegen Missbrauch und Kinderpornografie
Karlsruhe/Stuttgart
06.10.2021 17:41
Die Polizei Baden-Württemberg intensiviert die Prävention gegen die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen und Kinderpornografie. Mit der Kampagne "sounds wrong" sollen Handlungs- und Meldemöglichkeiten aufgezeigt werden, sollte man mit solchen Fällen in Kontakt kommen.

Mit drei neuen markanten Videoclips und wichtigen Informationen auf der Internetseite www.soundswrong.de klärt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) erwachsene Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen gezielt über die strafbare Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen auf, wie die Landespolizei in einer Pressemitteilung bekanntgibt.

"Die Zahl minderjähriger Tatverdächtiger ist besorgniserregend"

Seit der am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Änderung des Strafgesetzbuches ist die Verbreitung, der Erwerb und der Besitz von Kinderpornografie ein Verbrechenstatbestand.

"Die Zahl minderjähriger Tatverdächtiger bei der Verbreitung von Kinderpornografie insbesondere in Chatgruppen ist besorgniserregend. Die Aufklärung über die Strafbarkeit der Verbreitung solcher Missbrauchsdarstellungen ist daher eine zentrale Aufgabe der Kriminalprävention", erklärt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Die Juristin Stefanie Hinz.
Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Bild: Oliver Kraus/Innenministerium Baden-Württemberg/dpa/Archivbild

"Mit unseren neuen Videoclips und zusätzlichen Informationen richten wir uns gezielt an die erwachsenen Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen, die in Schülerchats oftmals leichtfertig die Inhalte weiterverbreiten. Uns allen muss bewusst sein, hinter jedem Bild und jedem Video kann ein realer Kindesmissbrauch stehen. Deren Besitz, Erwerb oder Verbreitung ist eine schwerwiegende Straftat mit erheblichen Konsequenzen für den Einzelnen und dessen Umfeld", sagt sie.

 

Die Botschaften der Kampagne:

  • Derartige Inhalte keinesfalls weiterleiten!
  • Inhalte melden: der Polizei, dem Netzwerkbetreiber oder einer Internetbeschwerdestelle!
  • Kinder und Jugendliche über die strafbare Verbreitung von Kinderpornografie aufklären!

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat unterstützt die Kampagne der Polizeilichen Kriminalprävention gegen die Verbreitung von Kinderpornografie finanziell. Im Mittelpunkt steht die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über die Folgen der oft leichtfertigen Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen in Chatgruppen.

 

Die Erweiterung der im Herbst 2020 gestarteten Kampagne richtet sich nunmehr an die erwachsenen Bezugspersonen. Mit den neuen Videoclips, der Internetseite soundswrong.de sowie Printmedien wird gezielt aufgeklärt und sensibilisiert.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert: