Stadtslogan für Karlsruhe
Der alte Slogan der Stadt Karlsruhe. (Symbolbild)
Bild: Stadtmarketing/Peter Eich
Karlsruher Schloss
(Symbolbild)
Bild: Peter Eich
"Wir-Gefühl" statt plumpem Slogan: Stadtmarketing will Marke "Karlsruhe" durch Erlebnisse stärken
Karlsruhe
19.01.2019 13:30
Die Tage des alten Stadtslogans "Karlsruhe – viel vor. viel dahinter." sind schon lange gezählt. Nachdem der potentielle Nachfolger "Karlsruhe - baden in ideen" im Jahr 2013 wortwörtlich baden ging, vertagte sich die Debatte zunächst auf die Zeit nach dem Stadtgeburtstag 2015, ehe die Suche nach einem neuen Vorschlag gänzlich auf Eis gelegt wurde. Aktuell setzt man in der Fächerstadt auf einzigartige Erlebnisse, um das Karlsruher Stadtleben für Bewohner und Besucher attraktiv zu gestalten.

"Karlsruhe - viel vor. viel dahinter.", so lautete lange Jahre der Slogan der Fächerstadt. Das sollte sich 2013 ändern, ein neuer Spruch war bereits gefunden: "Karlsruhe - baden in ideen". Daraus wurde aber nichts. Nach Aussage von Bernd Wnuck, Pressesprecher der Stadt Karlsruhe, benutze man den ehemaligen Slogan bereits seit Jahren nicht mehr.

Der alte Slogan der Stadt Karlsruhe. (Symbolbild) Bild: Stadtmarketing/Peter Eich

Momentan sei es weiterhin offen, ob die Stadt überhaupt einen "Claim" brauche. "Kein Slogan kann die Vielfalt und Stärken einer dynamischen Großstadt vollständig und gleichzeitig zugespitzt wiedergeben", so Wnuck gegenüber ka-news. Auch seitens der Einwohnerschaft sei derzeit kein klarer Wunsch nach einem neuen Slogan erkennbar. Erst wenn aktuelle Markenanalysen ergeben würden, dass ein Slogan Sinn macht, sei es an der Zeit, die Frage nach einem "Ideenwettbewerb" erneut zu stellen.

Erlebnisse schaffen statt Sprüche klopfen

Bemühte man sich in der Zeit vor 2015 noch, der Fächerstadt pünktlich zu ihrem 300-jährigen Jubiläum einen neuen Slogan zu verpassen, setzt die Stadt nun andere Prioritäten. Der Stadtgeburtstag habe gezeigt, erklärt Wnuck weiter, dass man in Karlsruhe auf seine eigenen Stärken bauen sollte, um ein echtes "Wir-Gefühl" zu erzeugen. Als Beispiel führt er die vierte Ausgabe der Schlosslichtspiele an, die vergangenes Jahr rund 350.000 Besucher auf den Schlossplatz lockten.

Bild: Tim M. Carmele

Seither setzt man in der Kommunikation auf Erlebnisse, "auf starke Inhalte und Bildwelten" statt auf einen Spruch. Als weitere aktuelle Maßnahmen nennt Wnuck außerdem die Weihnachtsstadt in der Adventszeit oder "Spot on KA". Die gelben Leuchten im Stadtbild, welche Passanten auf die Innenstadtentwicklung aufmerksam machen sollen.

Gelbe Lampen Innenstadt
#SpotonKA für die Fächerstadt. Bild: ARTIS - Uli Deck

Auch Wirtschaft und Wissenschaft, ebenso wie die Kultur, beispielsweise das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), sind nach Meinung des Pressesprechers wichtige Alleinstellungsmerkmale der Stadt Karlsruhe.

Neues Stadtmarketing für mehr Effizienz

Um den eingeschlagenen strategischen Weg effizient bestreiten zu können, kam es 2018 zu einer Umstrukturierung des Stadtmarketings Karlsruhe. Die operativen Aufgaben wurden dabei auf die Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME) und die Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) verteilt. Die KME konzentriert sich auf die Schwerpunkte Events, wie Das Fest oder die Stadtwerke Eiszeit, das Citymarketing (unter anderem das Stadtfest oder die Weihnachtsbeleuchtung) sowie operative Marketingprojekte.

Impression Das Fest 2017
Impression Das Fest 2017 Bild: ka-news

Die KTG kümmert sich hingegen um die touristischen Aspekte und das Kulturmarketing. Die grundsätzliche Steuerung des Marketings übernimmt in der neuen Aufgabenverteilung ein Steuerungskreis, dem die Stabsstelle Außenbeziehungen und strategisches Marketing (SAM) zuarbeitet.

Bild: Tim M. Carmele

Außer dem Oberbürgermeister sitzen in diesem Steuerungskreis auch die Geschäftsführer von KME, KTG und Messe, der Leiter des Presse- und Informationsamtes, weitere Dienststellen und Gesellschaften der Stadt sowie Externe aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.

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