Landratsamt Karlsruhe
Wird das Karlsruher Landratsamt abgerissen?
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Werkstattverfahren beginnt: Ob Abriss oder Erhalt - Bürger sollen über Landratsamt-Zukunft mitentscheiden
Karlsruhe
13.01.2020 16:31
Das Landratsamt in Karlsruhe ist eines der wenigen Hochhäuser der Stadt. Doch es ist in die Jahre gekommen. Ob Abriss oder Sanierung: Wie es mit dem Gebäude und dem Areal mitten in der Stadt weitergeht, steht noch nicht fest. Planungsbüros sollen verschiedene Möglichkeiten erarbeiten und die Bürger einbezogen werden. Am Mittwoch, 15. Januar, findet dazu der erste öffentliche "Werkstatttermin" statt.

Im Zuge der Kombilösung erhält die Karlsruher Kriegsstraße ein neues Gesicht. Auch das Areal, auf dem derzeit das Hochhaus des Landratsamtes steht, wird sich wandeln. Was wird dort künftig inmitten der Stadt entstehen und darf das Hochhaus bleiben? 

Denkmalschutz steht dem Abriss (noch) im Wege

Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Verantwortlichen der Stadt, sondern auch die Karlsruher Bürger. Daher beginnt rund um die Zukunft des Areals nun ein Werkstattverfahren. Das Ziel: Vier Planungsbüros sollen zusammen mit den Bürgern Szenarien erstellen, was auf der Fläche in einigen Jahren entstehen könnte.

Das Areal rund um das Hochhaus des Landratsamts befindet sich an der Südseite des Ettlinger Tors. Bild: Stadt Karlsruhe

Zwei Möglichkeiten stehen im Raum: Denn da das Hochhaus des Landratsamts denkmalgeschützt ist, steht noch nicht fest, ob es abgerissen werden darf. Aus diesem Grund erarbeiten die Büros je zwei Konzepte - eines mit Erhalt des Gebäudekomplexes und eines, das den Abriss voraussetzt.

Am Mittwoch, 15. Januar, geht es los:  "Ab 17.30 Uhr ist die Bürgerschaft eingeladen, sich im 'Südwerk Bürgerzentrum', Henriette-Obermüller-Straße 10, umfassend über den Prozess zu informieren", gibt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung bekannt. 

Im ersten Teil des Abends wird die Ausgangssituation des Areals und des Karlsruher Landratsamtes umfassend dargestellt. Sowohl die bauhistorische Entwicklung des Ettlinger Tors als auch aktuelle städtebauliche Situation des Ortes sollen dabei zur Sprache kommen. 

Bürger können sich mit den Experten austauschen

Im zweiten Teil präsentiert Baubürgermeister Daniel Fluhrer die Aufgabenstellung des Werkstattverfahrens. Sie bildet die Grundlage für die Erarbeitung der neuen Konzeption des Areals. Daran anschließend stellen sich die vier beauftragten Planungsbüros vor und erklären ihre Herangehensweise an ein derartiges Projekt.

"Für direkte Rückfragen aus der Bürgerschaft ist ausreichend Zeit eingeplant", teilt die Stadt mit. Nach Ende des offiziellen Teils - gegen 20.30 Uhr - können sich Interessierte an Thementischen zu den vorgestellten Themenblöcken mit den jeweiligen Experten und den Planungsbüros austauschen.

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