Thomas Strobl
Thomas Strobl.
Bild: Sebastian Gollnow/Archivbild
Bild: Thomas Riedel
Weniger Einsatzstunden und sinkende Zahl der Straftaten: Innenminister Strobl und Polizei ziehen positive Bilanz aus Fußballsaison
Karlsruhe
07.06.2019 19:10
Die Fußballsaison 2018/2019 ist vorbei. Zeit für die baden-württembergische Polizei, Bilanz zu ziehen - und die fällt positiv aus: Sowohl die Einsatzzahlen der Beamten als auch die Anzahl der Straftaten bei den Fußballspielen sind landesweit rückläufig. Das gibt das Innenministerium in einer Pressemeldung bekannt.

Die Einsatzbelastung der Polizei habe demnach in den ersten drei Fußball-Ligen um gut 4.500 und in der Regionalliga Südwest um knapp 8.700 Einsatzstunden weiter reduziert werden können - ein für Innenminister Thomas Strobl erfreuliches Ergebnis: "Damit haben wir unseren Bestwert im Fünf-Jahres-Vergleich aus der vergangenen Spielzeit nochmals unterboten. Mit unseren bundesweit einmaligen Stadionallianzen haben wir es erreicht, dass wir an den Bundesligastandorten sogar den niedrigsten Wert seit zehn Jahren erreicht haben", so Strobl. 

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Zahl der Straftaten bei den Spielen sinkt

Er wolle den eingeschlagenen Weg daher konsequent fortsetzen. "Auch wenn einige kritische Stimmen unseren Weg in Frage gestellt haben - die intensivere Zusammenarbeit aller Sicherheitspartner und die daraus resultierende ressourcenschonende Einsatzplanung machen sich mehr und mehr bezahlt", meint der Innenminister zum Ergebnis der Bilanz.

Thomas Strobl
Thomas Strobl. Bild: Sebastian Gollnow/Archivbild

Doch nicht nur die Einsatzzahlen der Polizei sinken, auch die Anzahl von Straftaten bei den Fußballspielen sei nach Angaben des Innenministeriums rückläufig: Die registrierten Strafanzeigen in den drei oberen Ligen seien erneut um gut fünf Prozent (von 496 auf 470) gesunken, ebenso die Anzahl der verletzten Polizeibeamten (von 15 auf elf). "Insbesondere in der Regionalliga Südwest ist die Gesamtanzahl der Straftaten bei den 119 Spielen deutlich um zirka 50 Prozent (von 101 auf 50) zurückgegangen", so das Inennministerium weiter. 

"Wir geben uns noch nicht zufrieden"

Dennoch: "Dass wir immer noch das ein oder andere Mal unsportliches Verhalten registrieren mussten, macht deutlich, wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung, wir geben uns mit dem Erreichten nicht zufrieden", sagt Thomas Strobl. "Unser Ziel bleibt: Wir wollen weniger Gewalt bei den Spielen und den Aufwand der Polizei reduzieren, ohne dass Sicherheitseinbußen die Folge sind."

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Ein Wermutstropfen gebe es dann aber doch: "Nicht erfreulich ist die gestiegene Anzahl von verletzten Personen. Aber Fakt ist: Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Fußballspiel in den ersten drei Ligen als Zuschauer verletzt zu werden, ist weiterhin sehr, sehr gering", erklärt Strobl. Rechnerisch seien das etwa 0,7 verletzte Personen pro Spiel, bei durchschnittlich rund 17.500 Zuschauern pro Spiel. "Das macht deutlich: Der Besuch eines Fußballspiels in unserem Land ist sicher", meint der Innenminister abschließend.


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