Richtfest Haus M Städtisches Klinikum
Ohne den Scheck wäre der Bau des Bettenhauses nicht realisierbar gewesen.
Bild: Tim Carmele
Neues Bettenhaus M feiert Richtfest: "Das Gebäude soll die 'Neue Mitte' des Klinikums sein", so Bürgermeister Stapf
Karlsruhe
09.10.2018 12:21
Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung feierte das Städtische Klinikum Karlsruhe am Montag das Richtfest des neuen Bettenhauses M. Um den straffen Kostenplan einhalten zu können, überreichte Manfred Lucha, Landtagsabgeordneter und Minister für Soziales, dem Klinikum einen Förderscheck in Höhe von knapp 104 Millionen Euro.

"Der Weg zu diesem Tag war ein langer!" So beginnt Bürgermeister Klaus Stapf seine Rede vor dem feierlichen Richtfest, an dem auch Minister Manfred Lucha sowie die Geschäftsführer des Städtischen Klinikums, Markus Heming und Hans-Jürgen Hennes, teilnehmen.

"Neue Mitte" des Klinikums

Noch befindet sich das Bettenhaus M im Rohbau. Bild: Tim Carmele

Vor fünf Jahren begannen die Planungen des Großprojektes, im Oktober 2016 wurde der Bau mit der Grundsteinlegung offiziell in Angriff genommen. "Mit dem neuen Bettenhaus wollen wir auf die Zukunft des Klinikums setzen", sagt Stapf. Ende 2020 soll das Bauprojekt fertiggestellt sein, ein Jahr später sollen Bezug und Inbetriebnahme folgen.

 

Dann sollen auf 21.000 Quadratmetern Fläche und sieben Geschossen rund 370 Betten Platz finden. Dazu wird Haus M 20 Operationssäle, drei Intensiv- sowie acht Normalstationen beherbergen. Damit soll es nach eigener Aussage die größte Baustelle in der Geschichte des Klinikums sein. "Das Gebäude soll die 'Neue Mitte', das neue Zentrum des Klinikums werden", erklärt Bürgermeister Stapf.

"Der Modernisierungsprozess darf nicht stehenbleiben!"

Das Neubauprojekt ist derzeit das bislang letzte einer ganzen Reihe von Bauvorhaben, die das Städtische Klinikum in den letzten Jahren geprägt haben. So wurde im September 2017 die 33,2 Millionen Euro teure Energiezentrale Haus G und G2 in Betrieb genommen, im März folgte dann das Institutsgebäude I, dessen Bau 49,3 Millionen Euro verschlungen hat.

Manfred Lucha, Landtagsabgeordneter der Grünen und Minister für Soziales und Integration. Bild: Tim Carmele

Bürgermeister Stapf zufolge sollen die nächsten Projekte aber nicht lange auf sich warten lassen: "Wir haben jede Menge Baubedarf. Sowohl die Psychiatrie als auch einige Altbauten bedürfen einer Sanierung." Auch Minister Manfred Lucha fordert: "Die Hälfte der Bauten stammt noch aus der Gründungszeit von 1907! Der Modernisierungsprozess darf hier nicht stehenbleiben!"

Bürgermeister Klaus Stapf. Bild: Tim Carmele

Zuschüsse machen Haus M erst möglich

Zeitlich liegt das Bauvorhaben des neuen Bettenhauses laut Markus Heming, kaufmännischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums, voll im Zeitplan. Und auch im Bezug auf den Kostenrahmen sieht es nach seiner Aussage gut für das 194,2 Millionen Euro teure Haus M aus: Um die Finanzierung während der Bauphase sicherzustellen, unterstützt die Stadt Karlsruhe das Klinikum mit einem Investitionszuschuss in Höhe von insgesamt 90 Millionen Euro. Diese werden auf die Jahre 2018 bis 2025 verteilt.

Ohne den Scheck wäre der Bau des Bettenhauses nicht realisierbar gewesen. Bild: Tim Carmele

Hinzu kommt ein Förderscheck in Höhe von fast 104 Millionen Euro, den Minister Lucha im Rahmen des Richtfestes am Montag feierlich an die Geschäftsführer übergibt. "Das ist die größte Einzelförderung in diesem Förderjahr", sagt der Landespolitiker in seiner Rede. "Ohne diesen Scheck hätten wir dieses Projekt nicht stemmen können", gibt Bürgermeister Klaus Stapf zu.

Markus Heming, kaufmännischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe. Bild: Tim Carmele

Auch der Geschäftsführer des größten Krankenhauses in der Region, Markus Heming, zeigt sich erfreut über den Zuschuss durch das Ministerium für Soziales: "Damit entfallen rund 53,5 Prozent der Kosten auf Fördermittel - das erleichtert uns die Planungen erheblich!"


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