Polizeiauto
(Symbolbild)
Bild: Thomas Riedel
Körperverletzung nach Fußballspiel: VfB Knielingen weist Anschuldigungen zurück
Karlsruhe
11.10.2018 19:31
Bei einem Jugendfußballspiel auf dem Sportplatz des VfB Knielingen kam es am Mittwochabend zu Auseinandersetzungen die in einem Körperverletzungsdelikt gipfelten. Die Beteiligten: Die Mannschaften aus Knielingen und Burbach. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Interview mit ka-news distanziert sich der zweite Vorstand des VfB Knielingen, Uwe Wagner, nun ausdrücklich von den Anschuldigungen.

Wie die Polizei mitteilt, kam es bereits nach der Halbzeitpause zu kleineren körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Jugendspielern des VfB Knielingen und dem SV Burbach. Im Zuge dieser Konflikte heizte sich die Stimmung weiter auf, sodass nach Polizeiangaben, der Trainer des SV Burbach nach einer Beleidigung das Gespräch mit der gegnerischen Mannschaft suchte.

In Folge des Wortwechsels wurde der Trainer von einem Verantwortlichen des VfB Knielingen am Hals gepackt und gewürgt. Dabei verletzte sich der Angegriffene leicht und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Ergänzung, 19.31 Uhr

Was hat sich bei dem Fußballspiel des VfB Knielingen und des SV Burbach wirklich zugetragen? Der zweite Vorstand des Knielinger Vereins, Uwe Wagner, weist die Anschuldigungen, ein Verantwortlicher des VfB habe den Trainer der Gegenmannschaft gewürgt, nun vehement zurück. ka-news hat ihn im Interview zu seiner Sicht der Dinge befragt:

Hatten Sie als zweiter Vorstand davon gewusst, dass der Burbach-Trainer Anzeige erstattet hat, oder haben Sie das erst durch die Meldung in der Presse erfahren?

Ich habe es nur aus der Meldung in der Presse durch VfB-Anhänger erfahren.

Waren Sie bei dem Spiel dabei? Was ist in Ihren Augen passiert?

Ich war nicht bei dem Spiel dabei, mein Sohn spielt aber in der C-Jugend des VfB Knielingen. Ich wurde vom Trainer des VfB informiert, dass es einen Zwischenfall gab. Nach diesem Anruf informierte ich sofort per Sprachnachricht den Staffelleiter.

Was war der Auslöser? Ein nicht gegebener Elfmeter oder eine andere Entscheidung des Schiris? Was ist zwischen den Spielern passiert, die laut Polizeibericht der Auslöser für den Vorfall zwischen Burbach-Trainer und Knielingen-Verantwortlichem waren?

Der Auslöser war eine Tätlichkeit, die einer unserer Spieler begangen hat. Diese wurde auch berechtigt mit rot bestraft. Da gab es von der VfB-Seite auch keine Diskussionen .

Laut Polizei hat der Burbach-Trainer erst später Anzeige erstattet. Warum, meinen Sie, nicht aber gleich noch am Spielfeldrand?

Wenn man tätlich angegriffen wird und der Täter noch da ist, ruft man doch gleich die Polizei, damit man vor Ort die Personalien feststellt und gleich Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Man geht dann nicht noch erst zum Nachwuchs-Schiri und beeinflusst diesen noch zirka eine Stunde, was er in seinen Spielbericht schreiben soll. Wenn man verletzt ist, ruft man gleich die Polizei und geht ins Krankenhaus.

Was wird nun mit dem Verantwortlichen beim VfB Knielingen passieren? Welche Sanktionen aus Vereinssicht hat er zu erwarten?

Wir werden mit den Verantwortlichen sprechen, Zeugen hören und das Ergebnis der Polizei abwarten .Wir machen keinen Schnellschuss und dann werden wir handeln.

In kurzer Zeit sind nun zwei Trainer verletzt worden, erst am Wochenende wurde ein Trainer in Pforzheim angegriffen: Sollte Fußball nicht eigentlich die Menschen verbinden, statt sie dazu zu bringen, dass sie sich im Streit lautstark anschreien oder gar aufeinander losgehen?

Das ist sehr traurig, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt. Ja, Sport soll die Menschen verbinden, natürlich lebt der Fußball von Emotionen, Leidenschaft und einem gewissen sportlichen Ehrgeiz. Gewalt hat hier nichts zu suchen.

Wir bedauern, dass es gestern ausgeartet ist. Da müssen sich beide Seiten an der eigenen Nase packen und sich eingestehen, dass da etwas schief gelaufen ist und nicht wieder passieren darf. Trainer wie Eltern müssen Vorbilder für ihre Kinder und ihr Team sein. Man sollte immer beide Seiten einer Medaille betrachten.

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