Der Bereich des KIT-Eingangs soll im Rahmen des Sanierungsprogramms in der östlichen Kaiserstraße mehr eingebunden werden.
Der Bereich des KIT-Eingangs soll im Rahmen des Sanierungsprogramms in der östlichen Kaiserstraße mehr eingebunden werden.
Bild: flk
Karlsruhe saniert sich: Das kommt die kommenden Jahre auf uns zu
Karlsruhe
09.05.2016 07:00
An vielen Stellen in Karlsruhe ist es sichtbar: Der Zahn der Zeit hat an Gebäuden und Plätzen genagt. Um dem entgegenzuwirken, verfolgt die Stadt Karlsruhe bereits seit geraumer Zeit das Ziel, nach und nach einzelne Gebiete zu sanieren. Viel ist schon passiert - aber vieles kommt auf die Karlsruhe noch in den kommenden Jahren zu.

Bereits 1971 wurde in Karlsruhe das erste Sanierungsgebiet ausgewiesen. Rund um die Zähringerstraße wurden im "Dörfle" die Grundstücke neu geordnet und Gebäude modernisiert. Es war nicht das einzige Sanierungsgebiet: Es folgten unter anderem die Durlacher Altstadt, die Eingänge des Hauptbahnhofs und weitere Teile der Innenstadt. Doch damit ist noch lange nicht Schluss: In der Fächerstadt wird aktuell kräftig weiter saniert.

Im Schlachthof, Mühlburg und Rintheim laufen die Arbeiten

 

Zwei Projekte der Stadtsanierung befinden sich aktuell in der Endphase. Der ehemalige Schlachthof wurde im Rahmen des Bund- und Länderprogramms "Stadtumbau West" umgestaltet. Entstanden ist ein Areal der Kultur und Kreativität. Doch so manches Gebäudes steht noch aktuell noch leer - und das will die Stadt in den kommenden Jahren ändern.

 

Auch in Mühlburg wurden eine Reihe städtebaulicher Missstände festgestellt: Unzureichende Radwegverbindungen, veraltete Substanz an Häusern und Straßen. Mit Sanierungsfördermitteln von Bund und Land in Höhe von 2,2 Millionen Euro wurde das Gebiet rund um die Rheinstraße wieder hergerichtet. Bis auf kleinere Nachbesserungsarbeiten sind die Baustellen hier erledigt.

Eine weitere Baustelle: Noch bis nächstes Jahr soll das Gebiet "Rintheimer Feld" saniert werden. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Aufwertung von öffentlichen Räumen gelegt. Mittels einer neuen Anordnung wurde die Trennwirkung der Mannheimer Straße reduziert. Leerstehende Räume werden nun beispielsweise als Jugendtreff genutzt.

Eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Grün

Auf eine Umgestaltung darf sich als nächstes der Karlsruher Stadtteil Grünwettersbach freuen. Bis 2026 ist der Höhenstadtteil im Bund-Länder-Programm "Aktive Stadt- und Ortszentren". Hier ist die wesentliche Zielsetzung die Entwicklung eines identitätsstiftenden Dorfplatzes mit Aufenhaltsqualität abseits der Ortsdurchfahrt am Wettersbach. Vorgesehen sind hier "erlebbare Freiflächen, ein weiterentwickeltes Fußwegangebot und die gestalterische und energetische Erneuerung der vorhanden Bausubstanz", so das Stadtplanungsamt.

 

Auch in Zukunft soll die Stadt weiterentwickelt werden. Erst kürzlich wurden Plane für die Sanierung der Innenstadt-Ost vorgestellt. Das Gebiet vom Marktplatz bis zum Durlacher Tor und von der Kriegsstraße bis zum Zirkel soll wieder belebt werden. Hierfür soll, nach Abschluss der Kombilösung, unter anderem der Berliner und der Kronenplatz und die Fritz-Erler-Straße umgestaltet werden. Die finanziellen Mittel, um den Leerstand und das bestehende Image aufzubessern, sollen noch diesen Herbst beantragt werden. Ein Gemeinderatsbeschluss 2018 könnte dann das genaue bis 2028 zu sanierende Gebiet festlegen.

In der Planung ist auch ein Sanierungsgebiet in Alt-Knielingen. Hier laufen die Untersuchungen derzeit, die im Juni vorgestellt werden sollen. Auch hier könnten die Mittel noch in diesem Jahr beantragt werden, sodass bis 2030 der Stadtteil in Schuss gebracht werden kann.

Hier saniert sich Karlsruhe:

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