Kaninchen
Ein Fall von Hasenpest wurde in Karlsruhe registriert. (Symbolbild)
Bild: pixabay @ skeeze
Hasenpest in Karlsruhe entdeckt: Tiere sollten nicht berührt werden - auch Infektionsgefahr für Menschen und Hunde
Karlsruhe
12.04.2019 17:50
In Karlsruhe ist ein Fall von Hasenpest bekannt geworden: Bei einem verendeten Hasen im Hardtwald wurde der Erreger festgestellt. Bis jetzt handle es sich um einen Einzelfall, teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit. Die Krankheit ist allerdings auf den Menschen übertragbar - verendete Tiere sollten deshalb keinesfalls berührt werden.

Nachdem bereits 2018 in Karlsruhe die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen werden konnte, gibt das Ordnungs- und Bürgeramt nun erneut einen Fund bekannt: Der Krankheitserreger, das Bakterium Francisella tularensis, wurde bei einem im Hardtwald tot aufgefundenen Feldhasen festgestellt. Es handele sich bislang um ein einzelnes Tier, so die Stadt in einer Mitteilung an die Presse.

Auch Menschen können daran erkranken

Obwohl es sich bei Tularämie vorrangig um eine Erkrankung bei wildlebenden Kleinnagern handelt, können auch Menschen erkranken, die mit infizierten Tieren direkten Kontakt hatten. Anzeichen einer möglichen Infektion beim Menschen sind grippeähnliche Beschwerden. Ist ein Arztbesuch notwendig, sollte dieser nach Angaben der Stadt darüber informiert werden, wenn innerhalb von 14 Tagen vor Krankheitsbeginn Kontakt mit einem verendeten Wildtier bestand.

Ein Fall von Hasenpest wurde in Karlsruhe registriert. (Symbolbild) Bild: pixabay @ skeeze

Tiere, die ein mangelndes oder sogar fehlendes Fluchtverhalten zeigen, sollen laut Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen, der Stadt Karlsruhe auf keinen Fall berührt werden. Gefundene oder verendete Tiere sollten nicht mitgenommen werden.

Hunde und Katzen sind weitgehend resistent

Die Gefahr für Hunde, die Kontakt mit einem infizierten Kadaver hatten, sei aber gering: Sie seien ebenso wie Hauskatzen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent. In seltenen Fällen komme es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Gelbsucht, Nasenausfluss, Husten sowie Haut- und Schleimhautgeschwüren, so die Stadtverwaltung. Hundehaltern wird geraten, ihre Tiere im Wald nicht ohne Aufsicht zu lassen und Kontakte mit toten Wildtieren zu verhindern.

Hund in Karlsruhe
(Symbolbild) Bild: Paul Needham

Ein weiteres Infektionsrisiko können mit dem Krankheitserreger verunreinigte Pfützen darstellen. Ausreichender Zeckenschutz bei Hunden und Katzen kann laut Stadt dazu beitragen, eine Infektionskette zu unterbinden. Auskünfte zum aktuellen Geschehen in Karlsruhe erteilt das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen, telefonisch unter 0721/1337101 oder per E-Mail an luv@oa.karlsruhe.de. 

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