An dieser Kreuzung - Elfmorgenbruchstraße/B10 - beginnt die Ortsumfahrung im Osten
An dieser Kreuzung - Elfmorgenbruchstraße/B10 - beginnt die Ortsumfahrung im Osten
Bild: Paul Needham
Hagsfelder Bürger warten auf Entlastung: Wie weit sind die Planungen bei der Ortsumfahrung?
Karlsruhe
08.05.2019 18:35
Unlängst hat der Karlsruher Gemeinderat die Erweiterung des Technologieparks beschlossen. Im Rahmen dieser Vergrößerung des Gewerbegebiets sind auch neue Zufahrten geplant. So soll ein Anschluss nach Norden - an die geplante "Umfahrung Hagsfeld" - in das Planfeststellungsverfahren aufgenommen werden. Doch wann kommt die lange diskutierte und oft geforderte Entlastung für die Hagsfelder Bürger, wie weit sind die Planungen?

Die geplante "Umfahrung Hagsfeld" soll von der bereits bestehenden Kreuzung Elfmorgenbruchstraße/B10 Richtung Westen durch den Grünstreifen und über die Bahnlinie führen, um zwischen Rintheim und Hagsfeld auf die Haid-und-Neu-Straße zu treffen und dort über die Stadtbahnlinien auch als Zufahrt in den erweiterten Technologiepark dienen. In erster Linie soll das Bauvorhaben dafür sorgen, dass vor allem der Schwer- und Durchfahrtsverkehr sich nicht mehr durch die engen Hagsfelder Straßen quälen muss - eine Erleichterung nicht nur - aber vor allem - für die dauergestressten Anwohner.

An dieser Kreuzung - Elfmorgenbruchstraße/B10 - beginnt die Ortsumfahrung im Osten Bild: Paul Needham

Nachdem das Projekt "Ortsumfahrung Hagsfeld" aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) herausgenommen wurde, musste das Projekt neu überplant werden. Und im Lauf dieser Planungen wurde 2016 auch ein direkter Anschluss an den Technologiepark in den Verlauf aufgenommen. Man rechnet für dieses Projekt mit einer Planungsphase von vier bis fünf Jahren und peilt die Umsetzung frühestens 2020/21 an.

Überquerung der Bahnlinie stellt noch ein Problem dar

Probleme bereitet unter anderem noch Querung der Bahnstrecke Richtung Mannheim: Brücke, Unterführung, Trogbauwerk, aufgeständert, mit Böschung - viele Möglichkeiten waren und sind in der Diskussion.

Nach europaweiter Ausschreibung hat die Verwaltung die Planungsgemeinschaft Mailänder Consult und Schüssler Plan mit Vorplanungen beauftragt, eine Variantenuntersuchung soll auf Grundlage aktualisierter Verkehrsgutachten mit Trendprognose 2030 für die Haid-und-Neu-Straße und die Elfmorgenbruchstraße erfolgen.

Untersuchungen zu Schall- und Umweltschutz gab es im Herbst 2018, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Sobald die Variantenuntersuchung einschließlich Umweltverträglichkeitsstudie vorliegen, ist der Gemeinderat an der Reihe. Der muss sich dann auf eine Vorzugsvariante für das Planfeststellungsverfahren festlegen, damit das Regierungspräsidium (RP) dieses Verfahren einleiten kann.

Ortsumfahrung Hagsfeld Bild: Paul Needham

Einen Scoping-Termin des Regierungspräsidiums zum geplanten Bau der Umfahrung gab es bereits am 4. Februar. Erstes Ziel dieses öffentlichen Besprechungstermins war die Ermittlung umweltrelevanter Themen und die frühzeitige Abstimmung mit dem Vorhabenträger. Auch darüberhinausgehende Fragen zu den Auswirkungen des Projekts wurden hier aufgeworfen und diskutiert. Neben den betroffenen Fachbehörden und Umweltverbänden waren auch die Bürger zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Natur- und Umweltschutzbelange stehen vorab im Fokus

Ortsumfahrung Hagsfeld Bild: Paul Needham

Auf Anfrage von ka-news hat die Stadt nun mitgeteilt, dass die Aufarbeitung des Scoping-Termins seitens des RP noch nicht abgeschlossen sei. Das städtische Tiefbauamt sei jedoch parallel dazu bereits dabei, die Unterlagen so weit vorzubereiten, dass sich der Planungsausschuss noch in diesem Jahr damit befassen und eine öffentliche Veranstaltung für die Bürger durchgeführt werden kann.

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