Bahn bei Nacht
(Symbolbild)
Bild: Bohner
"Erschreckende Zustände": Stadträte fordern mehr Kontrollen in Bahnen
Karlsruhe
08.08.2017 06:00
Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei Karlsruhe haben vor rund zwei Wochen eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Die "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsruhe" fordert nun, dass solche Kontrollen häufiger stattfinden sollen.

Nach eigener Aussage fertigten Fahrausweisprüfer der VBK während der Schwerpunktkontrolle Ende Juli insgesamt 244 Anzeigen wegen des Erschleichens von Leistungen an. Sowohl die Kontrolleure als auch Polizei berichteten im Anschluss von "alkohol- und rauschgiftbedingter Aggressivität in unerwartet hohem und erschreckendem Maße". Bei der Aktion waren über 20 Polizeibeamte und mehr als 30 Fahrscheinprüfer im Einsatz. 

In einer Pressemitteilung fordern die beiden Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt von der "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsruhe" die Stadt zum Handeln auf. Die Ergebnisse der Schwerpunktkontrollen in den Karlsruher Bahnen seien erschreckend. Laut Polizeipräsidium sollen solche Aktionen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärken. "Dafür sind diese Aktionen viel zu selten. Im Gegenteil, sie bestätigen die Bürger in ihren Ängsten, abends oder nachts in eine Straßenbahn zu steigen", erklären Wenzel und Schmitt. 

Sie wenden sich nun mit einer Anfrage an die Stadt Karlsruhe. Hierbei wollen die beiden Stadträte nach eigener Aussage erfahren, "warum diese Kontrollaktionen nicht wöchentlich an unterschiedlichen Wochentagen durchgeführt werden", heißt es in der Pressemitteilung. Denn nur so hätten sie auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Straftäter.

 

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