Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe.
Hans Matheis, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe.
Bild: Ingo Rothermund
Enkeltrick und falscher Polizist: Betrugsmasche hat Hochkonjunktur - so schützen Sie Ihre Angehörigen
Karlsruhe
03.02.2020 06:00
In der vergangenen Zeit hat sich die Fallzahl in Karlsruhe in einer Betrugsmasche erhöht: Der Enkeltrick ist wieder vermehrt im Einsatz. Immer mehr ältere Menschen fallen auf die Masche des Schockanrufers oder des falschen Polizeibeamten herein. Wie können Senioren vor den Betrugsversuchen gewarnt werden? ka-news.de hat Hans Matheis, Vizepräsident des Karlsruher Polizeipräsidiums, gefragt.

Schockanruf, Enkeltrick oder der falsche Polizeibeamte: Beim Polizeipräsidium Karlsruhe häufen sich aktuell die Fälle der Betrugsversuche - und die Betrüger werden immer dreister: Eine vierstellige Zahl von Betrugsversuchen gab es laut der Polizei im vergangenen Jahr, genaue Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. "Die Dunkelziffer dürfte aber noch um einiges höher liegen", sagt Hans Matheis, Vizepräsident des Karlsruher Polizeipräsidiums, im Gespräch mit ka-news.de.

Einer dieser Fälle war auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" ein Thema: Ein Rentnerehepaar aus Karlsruhe ist auf den Enkeltrick hereingefallen. Doch wie können die meist älteren Menschen vor solchen Betrugsversuchen geschützt werden?

(Symbolbild) Bild: © highwaystarz - Fotolia.com

"Wir sind darauf angewiesen, dass Familienmitglieder entsprechend reagieren"

In erster Linie gelte es, mögliche Betroffene und deren engsten Kreis auf die Maschen aufmerksam zu machen. "Wir sind darauf angewiesen, dass Familienmitglieder entsprechend reagieren", so Matheis im Gespräch mit ka-news.de. Zudem sei es wichtig, mögliche Verdächtigungen der Polizei zu melden: "Wir wollen darauf hinwirken, dass sich uns die Menschen anvertrauen", sagt Hans Matheis. 

Hans Matheis, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Bild: Ingo Rothermund

Doch nicht nur das nähere Umfeld spielt laut des Vizepräsidenten des Polizeipräsidiums eine Rolle. "Wir sensibilisieren Banken und ihre Mitarbeiter. Die bilden eine wichtige Informationsquelle. Zudem Taxifahrer, die ältere Menschen zur Bank fahren", erklärt er gegenüber ka-news.de. 

Je mehr Personen geschult werden, desto besser. Denn: Die Täter wenden mehrere Tricks an, um ihre Opfer zu hintergehen. Welche das sind und wie Präventionsarbeit fortgeführt werden muss, erklärt Hans Matheis im ka-news.de-Video-Interview:

Herr Matheis, welche Maschen wenden die Täter an?

Wieso läuft Präventionsarbeit bei älteren Menschen oft ins Leere?

Wo muss man ansetzen, um die Präventionsarbeit fortzuführen?

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