Christian Haupt
Christian Haupt hat vor rund einem Jahr die Facebook-Gruppe "Rettet die Piraten von Batavia" gegründet, die aktuell über 10.000 Mitglieder hat.
Bild: privat
Ein Jahr nach dem Brand im Europa-Park: "Piraten in Batavia" kommen frühestens 2020 - warum die Vorfreude trotzdem ungebrochen ist
Karlsruhe/Rust
12.06.2019 18:35
Das Fahrgeschäft "Die Piraten in Batavia" im Europa-Park in Rust war ein Highlight für die ganze Familie - die Betonung liegt auf "war", denn bei einem heftigen Brand vor rund einem Jahr wurde die beliebte Attraktion zerstört. Inzwischen werden die "Piraten" wieder nach altem Vorbild aufgebaut. Allerdings müssen sich die Fans noch ein wenig gedulden: Mit der Eröffnung rechnet der Europa-Park erst 2020. Die Vorfreude von "Piraten in Batavia"-Liebhaber Christian Haupt kann das aber dennoch nicht trüben.

Es war Samstag, 26. Mai 2018, als plötzlich riesige Flammen und eine noch größere Rauchwolke über dem Europa-Park aufstiegen. Ein technischer Defekt hatte das Feuer im Skandinavischen Themenbereich ausbrechen lassen. Doch damit nicht genug: Von der Zerstörung betroffen waren neben dem Skandinavischen auch der Niederländische Themenbereich und - vor allem - die Attraktion "Piraten in Batavia". Bis auf die Grundmauern brannte das Feuer das beliebte Fahrgeschäft nieder.

Fans sprechen sich für Wiederaufbau aus

Ein Schock für Jung und Alt, verbinden mit der im Jahr 1987 eröffneten Attraktion schließlich ganze Generationen an schönen Erinnerungen.

 

 

Allzu sehr überraschte es daher nicht, als der Europa-Park nur wenige Tage nach dem Brand verkündete, die "Piraten" wieder aufbauen zu wollen - und das nach altem Vorbild.

Dass die Attraktion bald ihr geplantes Comeback feiern soll, daran will - zumindest nach eigenen Aussagen - der Bietigheimer und "Piraten"-Fan Christian Haupt nicht ganz unschuldig sein: Kurz nach dem Brand rief er eine Facebook-Gruppe namens "Rettet die Piraten in Batavia" ins Leben - und traf damit einen Nerv: In kürzester Zeit fanden sich tausende Unterstützer der Seite. 

Christian Haupt hat vor rund einem Jahr die Facebook-Gruppe "Rettet die Piraten von Batavia" gegründet, die aktuell über 10.000 Mitglieder hat. Bild: privat

"Konnten das ganze Ausmaß der Zerstörung sehen"

Wie schwer das Feuer das Kult-Fahrgeschäft tatsächlich erwischt hat, davon durften sich Christian Haupt und einige weitere Facebook-Gruppenmitglieder bei einer Führung durch den Europa-Park selbst ein Bild machen - und waren geschockt. "Zu diesem Zeitpunkt konnten wir aus nächster Nähe das ganze Ausmaß der Zerstörung sehen", sagt Haupt, der mit seiner Familie selbst regelmäßiger Gast im Ruster Freizeitpark ist, im Gespräch mit ka-news. 

Bis die Besucher zusammen mit den Piraten wieder in See stechen können, müssen sich die Fans aber noch gedulden: Mit der Eröffnung rechnet der Europa-Park erst im Jahr 2020. Und auch die Wiedereröffnung des Skandinavischen Themenbereichs lässt aktuell auf sich warten.

Skandinavischer Themenbereich
So soll der neue skandinavische Themenbereich aussehen. Bild: Europapark

"Wir freuen uns auf das, was kommt"

Ursprünglich sollte das vom Feuer zerstörte Areal bereits im Mai wieder seine Tore für die Parkbesucher öffnen. "Wir werden in den kommenden zwei Wochen bekannt geben, wann der Bereich wieder für Besucher geöffnet wird", so ein Sprecher des Europa-Parks auf einer Social-Media-Plattform am vergangenen Freitag.

 

Dass er sich sowohl bis zum Comeback der "Piraten" als auch des restaurierten Themenbereichs noch gedulden muss, stört den Bietigheimer aber nicht so sehr. "Die Piraten fehlen zwar im Park, sie sollen es aber lieber richtig und langsam machen", meint Christian Haupt gegenüber ka-news. "Die momentan 11.000 Mitglieder der Facebook-Gruppe jedenfalls freuen sich auf das, was kommt."

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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