Sanierungsfortschritt Rheinbrücke
Bild: Paul Needham
Die Winterpause ist vorbei: Bauarbeiten an der Rheinbrücke gehen am Montag in die nächste Runde
Karlsruhe
04.01.2019 07:05
Seit Anfang November 2018 wird auf der Rheinbrücke bei Maxau gehämmert und geschweißt. Mit drei Monaten Verspätung ging die Sanierung der Brücke an den Start, das Bauende ist für Ende des Jahres angesetzt. Am Montag, 7. Januar, werden die Bauarbeiten nach der Winterpause fortgesetzt. Wie weit die Bauarbeiten derzeit sind und was auf Autofahrer in der nächsten Zeit zukommt - ka-news hat die Antworten.

Die Planungen sind abgeschlossen, die Bauarbeiten am 9. November 2018 endlich gestartet. Zur Zeit ist es aber still auf der Rheinbrücke, denn für die Dauer der Weihnachtsferien hält die Baustelle Winterschlaf. Autofahrer können in dieser Zeit also aufatmen, denn bis am Montag, 7. Januar, die Bagger wieder rollen, können sie den Rhein in beiden Richtungen wieder auf drei statt auf zwei Fahrspuren überqueren.

Bauarbeiten liegen im Zeit- und Kostenplan

 

Von Seiten des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe zeigt man sich zufrieden mit der ersten Phase der Ertüchtigung: "Die bisher durchgeführten Arbeiten liegen voll im Zeit- und Kostenplan", erklärt ein Sprecher des RP auf Nachfrage von ka-news. 

Am Montag soll dann die zweite Bauphase beginnen. Bis voraussichtlich Sonntag, 3. Februar, werden dabei unter anderem die Beleuchtung abgebaut und die Beschichtung entfernt. Autofahrer müssen dann ganz besonders die Zähne zusammenbeißen: Mit dem geplanten Start der Betonage der Fahrbahnplatte in Richtung Wörth ab Februar und ab Juli in Richtung Karlsruhe gehen mehrere kurzzeitige Vollsperrungen der Rheinbrücke einher.

Zeitplan Rheinbrückensanierung
Der vorgesehene Zeitplan für die Sanierung der Rheinbrücke (Stand November 2018). Bild: Regierungspräsidium Karlsruhe

So sind für April und September jeweils zwei Vollsperrungen über das gesamte Wochenende anberaumt. Im Februar und im Juli kommen zudem jeweils eine Nachtsperrung von mehreren Stunden Dauer hinzu. Wann die Sperrungen konkret stattfinden sollen, ist nach Angaben des RP-Sprechers bisher noch nicht festgelegt. "Wir wollen zuerst den Baufortschritt nach Weihnachten abwarten", heißt es gegenüber ka-news weiter. 

Verkehrschaos dank Rheinbrücke?

Doch auch ohne die Sperrungen ist die Verkehrslage rund um die Rheinbrücke bereits seit Sanierungsbeginn angespannt. So kommt es aufgrund von Staus auf der Brücke regelmäßig zu Verkehrsbehinderungen bsi nach Durlach auf der Südtangente. Ein ka-news-Leser macht zudem auf die Situation der Anwohner in Knielingen aufmerksam: "Man kann das Haus nach 14 Uhr nicht mehr verlassen, da man nicht mehr nach Hause kommt, ohne eine Stunde vor der Haustür im Stau zu stehen!" Führt die Sanierung der Rheinbrücke ins Verkehrschaos? 

Nach Ansicht des Regierungspräsidiums bestand und bestehe hier kein Grund zur Sorge. Bei den bisher durchgeführten Bauarbeiten hätten in Fahrtrichtung Rheinland-Pfalz grundsätzlich zwei Fahrspuren mit ausreichender Breite zur Verfügung gestanden. "Im Bereich der Südtangente kommt es durch die sehr hohe Verkehrsbelastung auch ohne Baustelle oftmals zu langen Rückstaus", ergänzt der Sprecher des RP gegenüber ka-news.

ÖPNV wird stärker frequentiert

Wer die Rheinbrücke bei Maxau für die Dauer der Ertüchtigung ganz meiden möchte und dennoch einen Weg auf die jeweils andere Rheinseite sucht, hat mit den Brücken bei Germersheim, Speyer, Rastatt, Iffezheim sowie mehreren Fähren einige Ausweichmöglichkeiten.

Um Stau und Frust zu vermeiden, können Pendler aber auch ganz auf die Blechlawine verzichten und auf ein erweitertes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) zurückgreifen, das im Rahmen der Rheinbrückensanierung eingerichtet wurde. Wie der RP-Sprecher auf Nachfrage von ka-news erklärt, werde dieses Angebot gut angenommen, der ÖPNV werde seit Sanierungsbeginn insgesamt stärker genutzt.


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