Bürgerbüro Mitte
Michael Spitz, Mitarbeiter des Bürgerbüros Mitte, im Gespräch mit Bürgern.
Bild: Julia Wessinger
Das digitale Bürgerbüro kommt: Einrichtung am Marktplatz wird für einen Umbau geschlossen
Karlsruhe
09.01.2019 19:00
Am Freitag, 11. Januar, schließt das Bürgerbüro Mitte seine Pforten - vorerst! Noch in der ersten Jahreshälfte 2019 soll es wieder öffnen. Der Umbau sei nötig um dem Kundenwunsch nach mehr Digitalisierung nachzukommen. Alle anderen Bürgerbüros an den verschiedenen Standorten in Karlsruhe bleiben geöffnet.

Im Zuge der Digitalisierung wird das Bürgerbüro Mitte ab Freitag, 11. Januar, geschlossen sein.  Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemeldung. Bei der Neugestaltung können Nutzer direkt an der Weiterentwicklung von Onlineangeboten mitwirken, indem sie der Stadtverwaltung ihre Erfahrungen und Wünsche mitteilen. "Wir wollen die Prozesse gemeinsam mit den Menschen entwickeln, die sich mehr Digitalisierung wünschen", betont Bürgermeister Albert Käuflein heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Selbstbedienungsterminals und E-Authentifizierung

Mithilfe der "eID-Funktion" ihres Personalausweises können sich Bürger an den Selbstbedienungsterminals selbst authentifizieren. Persönliche Daten, Passbild und Unterschrift werden digital erfasst. Grundlage ist das 2017 erlassende Onlinezugangsgesetz. Das verpflichtet Bund und Länder sämtliche Leistungen bis zum Jahr 2022 elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. 

Persönlichen Kundenservice gibt es für die Bürger weiterhin in der Kaiserallee 8, im Bürgerbüro Ost. Dort steht auch ein barrierefreier Schalter zur Verfügung. Ab dem 14. Januar unterstützt die Belegschaft des Büros am Marktplatz die Kollegen in der Kaiserallee.

Bürgerbüro
Das Bürgerbüro in Karlsruhe Mitte hat ab dem 11. Januar vorübergehend geschlossen. Bild: ka-news

"Die Verfahren werden sich zunehmend digitalisieren, die Daten weiter vernetzt", kündigt Björn Weiße, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes an. Bis 2022 sollen die Abwicklungen, wie beispielsweise beim Bewohnerparkausweis, voll automatisiert werden, kündigt er an.

Dreigleisiger Bürgerservice geplant

Wie die Stadt weiter berichtet, sei in Karlsruhe in naher Zukunft ein "dreigleisiger Bürgerservice" geplant. Demnach soll nach den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppe unterschieden werden. Die Menschen über 60 Jahren, die nur wenig mit der Digitalisierung zu tun haben, sollen weiter einen Ansprechpartner vor Ort haben.

Die Menschen zwischen 40 und 60 würden derzeit die Online-Terminvereinbarung nutzen und sich im Netz auch über den Service und die Beratungszeiten informieren. Die Erledigungen würden zumeist aber weiter bei einem persönlichen Gespräch am Schalter erledigt - was auch weiterhin möglich sei.

Für die jüngere Zielgruppe sei beispielsweise ein Student stellvertretend. Er wolle alle Behördengänge idealerweise online über das Smartphone abwickeln. Insgesamt sei es ein Modell, wie es in Karlsruhe künftig umgesetzt werden könnte.

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