Rheinbrücke bei Maxau
(Symbolbild)
Bild: Thomas Riedel
Alternative zum Stau wegen der Sanierung? Zusätzlicher Schienenverkehr auf der Rheinbrücke gestartet
Karlsruhe/Stuttgart
12.09.2018 06:10
Wenn ab Oktober die Sanierung der Rheinbrücke beginnt, müssen Pendler mit Sicherheit auch mit Staus rechnen. Deswegen zeigt der Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) nun eine Alternative auf: den Weg über die Schiene. Seit Montag werden nun zusätzliche Züge und Verbindungen angeboten.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) starteten am Montag, 10. September, mit dem gemeinsamen Entlastungskonzept Schiene für die Rheinbrücke bei Wörth.

Weil der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz angekündigt hatte, die Bauarbeiten im Bereich des Wörther Kreuzes noch vor Oktober von den eigentlichen Brückenarbeiten zu entkoppeln, startete bereits jetzt das Entlastungskonzept für Pendler, die normalerweise mit dem Auto über die Rheinbrücke müssen. Mit dem Konzept besteht damit für Berufspendler eine gute Alternative im Schienenverkehr zwischen Karlsruhe und den pfälzischen Gemeinden, das teilt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg in einer Pressemeldung mit.

Entlastungskonzept Schiene für die Rheinbrücke bei Wörth

Mit dem Start der Fahrbahnerneuerung im Bereich des Wörther Kreuzes werden Behinderungen im Pendlerverkehr auf der Straße erwartet. Deshalb haben sich das Verkehrsministerium und der ZSPNV gemeinsam dazu entschlossen, das Entlastungskonzept Schiene für die Rheinrücke Wörth mit Kapazitätserweiterungen und Zusatzzügen schon vor Beginn der eigentlichen Brückenbaumaßnahme zu starten und damit den Pendlern ein Angebot zum Umsteigen zu machen.

Ende Oktober startet voraussichtlich die nun verschobene Brückensanierung seitens des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Dann soll das Angebot im SPNV lückenlos weitergeführt werden, und zwar bis Mitte Dezember 2019, bis zum dann folgenden Fahrplanwechsel.

Mehr Verbindungen zwischen den Bundesländern

Seit dem 10. September fahren mehrere zusätzliche S-Bahnen der DB Regio zwischen Karlsruhe, Wörth und Germersheim. Einzelne Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft in Richtung Germersheim fahren am Nachmittag nach verändertem Fahrplan und halten zusätzlich in Rheinzabern Alte Römerstraße und Rülzheim Freizeitzentrum.

Dies betrifft die Züge der Linie S52 mit Abfahrten in Wörth 16.18 Uhr, 17.18 Uhr und 18.18 Uhr. Damit fährt die Stadtbahn schon vor Ankunft des RE 6 (dieser kommt aus Karlsruhe Hbf) ab, um Platz für die zusätzliche S-Bahn Rhein-Neckar zu schaffen, die dann bis Germersheim fährt und so die Verbindung vom Karlsruher Hauptbahnhof herstellt. Zudem werden aber die anderen beiden Express-Stadtbahnen mit Abfahrt in Wörth um 16.18 Uhr und 18.18 Uhr wegen der Zusatzhalte den Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar in Germersheim verlieren.

Dateiname : Flyer P&R und Verbindungen Rheinbrückensanierung
Dateigröße : 2.06 MBytes.
Datum : 11.09.2018 14:03
Download : Download Now!

Die Halte in Rheinzabern Alte Römerstraße und Rülzheim Freizeitzentrum werden insbesondere der Anbindung der dort zusätzlichen eingerichteten P&R-Plätze dienen, allerdings mit der Folge, dass die betreffenden Züge dann künftig später in Germersheim ankommen als üblich und so den Anschluss nach Speyer /Ludwigshafen planmäßig nicht erreichen können.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
15 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen