Bild: Tim Carmele
Erweiterung der Kläranlage: In Karlsruhe werden bald auch Medikamente, Hormone und PFC herausgefiltert
Karlsruhe
24.11.2018 07:05
Das Klärwerk Karlsruhe reinigt das im Stadtgebiet und den angeschlossenen Städten und Gemeinden anfallende Abwasser. Jetzt wird diese Anlage erweitert. Am Freitag wurde der Beginn der Bauarbeiten mit dem Spatenstich begangen.

In den Haushalten verschwindet das Abwasser im Ablauf und gelangt über die Kanalisation irgendwann in die Karlsruher Kläranlage, die westlich von Neureut liegt. In drei Verfahrensschritten werden zuerst grobe Inhaltsstoffe sowie Sand und Fett entfernt, die organische Belastungen abgebaut und schließlich die Stickstoffe und Phosphor eliminiert.

Nun wird an einer vierten Stufe gearbeitet: In der Adsorptionsstufe sollen nun auch sogenannte Spurstoffe entfernt werden. Am Freitag wurde für die neue Millionen-Baustelle der Spatenstich gefeiert. Damit wolle man einen großen und nachhaltigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten.

v.l.: Jörg Alda, Martin Maurer, Martin Kissel, Daniel Fluhrer, Markus Schüller, Marcia Corres, Albrecht Dörr und Sascha Reinhart. Bild: Tim Carmele

Die neue Stufe ist in zwei Straßen aufgeteilt. Jede Straße beinhaltet jeweils drei Kontaktbecken mit etwa 1.870 Kunikmetern Inhalt. Hier werden dem biologisch gereinigten Abwasser Pulver-Aktivkohle beigemengt, sodass die im Abwasser noch gelösten Spurstoffe gebunden werden. In einem anschließenden Becken wird die Aktivkohle wieder vom Wasser getrennt. Die Aktivkohle wird anschließend mit dem Klärschlamm verbrannt.

 

Die Investitionskosten für die Adsoprtionsstufe kostet die Stadt rund 32 Millionen Euro an. 20 Prozent der Kosten werden vom Land bezuschusst.


Spatenstich für Kläranlagen-Erweiterung


Die im Video angegeben 23 Millionen Euro Investitionskosten hat die Stadt Karlsruhe im Nachhinein korrigiert. Es sind 32 Millionen Euro - in der Pressemeldung lag ein Zahlendreher vor.

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