Vermeintliche Geldwäsche
In Frischhaltefolie gewickeltes Geld fanden die Beamten bei einer Fahrzeugkontrolle hinter dem Handschuhfach.
Bild: Hauptzollamt Karlsruhe
57.500 Euro im Handschuhfach: Karlsruher Zoll stoppt mutmaßliche Geldwäscher
Bühl
14.06.2017 11:01
Bei einer Fahrzeugkontrolle haben Zollbeamte einen größeren Geldbetrag gefunden. Zudem haben sie einige Verstecke im Auto entdeckt, die für Drogentransporte genutzt werden könnten.
Knapp 57.500 Euro Bargeld waren das Ergebnis einer Fahrzeugkontrolle auf dem Rasthof Bühl an der A 5. Das fand der Karlsruher Zoll bei einer Kontrolle heraus. Die beiden Fahrzeuginsassen im Alter von 37 und 40 Jahren führten das Bargeld mit sich, welches sie nicht ordnungsgemäß angemeldet hatten.

"Das Bargeld war in vier Paketen in Frischhaltefolie eingepackt und hinter dem Handschuhfach versteckt.", berichtet das Hauptzollamt in einer Pressemeldung. "Weiter wurden in beiden Vordersitzen im Bereich der Rückenlehne künstliche Hohlräume festgestellt." Hier war der Schaumstoff herausgetrennt. Gegenüber den Beamten gaben die Männer an, auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen zu sein, um dort ein Auto zu kaufen.

Drogenversteck in Sitzlehne
Bei der Kontrolle fand das Hauptzollamt Karlsruhe ein vermeintliches Drogenversteck im Fahrzeug. Bild: Hauptzollamt Karlsruhe

Nachdem der hinzugezogene Rauschgiftspürhund "Paul" mehrfach angezeigt hat, wurde das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt teilweise zerlegt. Doch die vermeintlichen Schmuggelversteckvorrichtungen waren leer. "Es besteht der Verdacht, dass die beiden Personen sich auf einer Beschaffungsfahrt für Betäubungsmittel befanden", berichtet der Zoll weiter. Gegen die beiden Personen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

"Im innergemeinschaftlichen Verkehr müssen Barmittel und dem Bargeld gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert ab 10.000 Euro den Kontrolleinheiten des Zolls auf Befragen mündlich angezeigt werden", so Norbert Killian, Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege beim Karlsruher Hauptzollamt. Bei Reisen aus oder in Länder außerhalb der EU sind Barmittel ab einem Wert von 10.000 Euro unaufgefordert schriftlich anzumelden. Die Kontrollen dienen vor allem dazu, Geldwäsche zu bekämpfen und die Finanzierung von Terrorismus und organisierter Kriminalität zu verhindern.

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