Leon Jensen (KSC 6) am Ball im Zweikampf mit Lukas Fröde (KSC 4)
Leon Jensen (KSC 6) am Ball im Zweikampf mit Lukas Fröde (KSC 4)
Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de
Werder Bremen taumelt - eine Chance für den KSC? Die Fakten zum Heimspiel am Samstag
Karlsruhe
20.08.2021 21:31
Aktuell läuft beim Karlsruher SC vieles in die richtige Richtung: Mit sieben Punkten und einem Pokalsieg im Rücken empfangen die Blau-Weißen am Samstag Bundesligaabsteiger Werder Bremen. An der Weser ist die Stimmungslage aktuell nicht mehr der im Wildpark zu vergleichen. Abstieg, viele Abgänge, kaum Neuzugänge und Platz elf sorgten zuletzt für Unmut bei den Fans.

Obwohl die Saison noch gar nicht so richtig begonnen hat - in Bremen brennt schon der Baum! Der SV Werder belegt Rang elf, vier Punkte, fünf zu sieben Tore. Nach diesen mageren vier Punkten aus drei Spielen herrscht Unruhe an der Weser, steht der Bundesligaabsteiger enorm unter Druck. Das 1:4 Heimdebakel gegen Paderborn war ein Offenbarungseid.

Bremen taumelt

Sportchef Frank Baumann musste Häme und "Baumann raus"-Rufe ertragen. Auch Clemens Fritz, Ex-KSC-Profi und inzwischen in Bremen "Leiter Profifußball", steht in der Kritik. Aber: Fritz ist aktiv, kreativ, hat etliche Neuzugänge auf dem Zettel, hat viele kontaktiert und eigentlich von einem Wechsel an die Weser überzeugt – doch das Geld fehlt.

Marco Bode (l), Aufsichtsratvorsitzender, und Frank Baumann, Geschäftsführer Sport von Werder Bremen stehen aktuell in der Kritik.
Marco Bode (l.), Aufsichtsratsvorsitzender, und Frank Baumann, Geschäftsführer Sport von Werder Bremen stehen aktuell in der Kritik. Bild: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

KSC-Trainer Christian Eichner, der Partie des SVW gegen Paderborn am Fernseher verfolgte, sah eine Werder Defensive, die bei langen Bällen enorme Probleme hatte, diese zu verteidigen. "Die Abstimmung die Staffelung stimmte überhaupt nicht", bekannte ein sichtlich enttäuschter Werder-Trainer Markus Anfang.

Es kommt am Samstag zu einem Debüt, denn der KSC und Bremen treffen zum ersten Mal nicht in der 1. Bundesliga aufeinander. Insgesamt gab es bisher 47 Begegnungen zwischen den Teams, Der KSC gewann 15, spielte in neun Partien unentschieden. Die Karlsruher spielen gerne gegen Werder, denn gegen keinen Club gewannen die Badener mehr Bundesligaspiele als gegen den Verein von der Weser.

Werder verlor zehn der letzten 13 Spiele

In der letzten Bundesligasaison 2008/09 gestalteten die Karlsruher beide Begegnungen siegreich. Gegner Bremen verlor saisonübergreifend zehn der letzten 13 Ligaspiele. Aber Achtung: Die drei letzten Werder Siege gelangen allesamt – auswärts! In Bielefeld, Regensburg und Düsseldorf. Die Badener verloren nur eines ihren elf zuletzt ausgetragenen Pflichtspiele.

Philipp Hofmann war beim SV Werder Objekt der Begierde, doch der KSC lehnte die Offerte klar ab.
Philipp Hofmann war beim SV Werder Objekt der Begierde, doch der KSC lehnte die Offerte klar ab. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Nicht nur die Abwehr, auch die Offensivabteilung des kommenden KSC-Gegners arbeitete zuletzt nicht gut. In Sachen Chancenverwertung ist der KSC mit 46,2 Prozent wesentlich besser als die Grün-Weißen. Die brachten es auf 38,6 Prozent. Beide Mannschaften erspielten sich bisher 13 Torgelegenheiten. Vielleicht erhält daher am Samstag im Wildparkstadion ein Akteur aus dem Werder-Reserveteam eine Chance im Profikader: Dejan Galjen.

Der 19 Jahre alte Mittelstürmer wurde vergangene Saison zweimal im KSC-Zweitligateam eingesetzt, bekam aber nach Saisonende kein Vertragsangebot und wechselte an die Weser. Im Kader der Blau-Weißen steht mit Lukas Fröde einer, der eine lange Werder-Vergangenheit hat.

Der Mittelfeldmann wurde dort im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet, war von 2009 bis 2017 bei Werder.Auch KSC-Kapitän Jerôme Gondorf hat "Werder- Erfahrung". Er spielte 21 Mal in der ersten Bundesliga für Bremen.

Laufleistung des KSC ausbaufähig

Die Laufleistung des KSC ist ausbaufähig. In Sandhausen brachten es die Wildparkprofis auf 111, 74 Kilometer. In der bisherigen Saison spulten die Karlsruher 332,08 Kilometer ab. Damit liegt der KSC auf einem Rang im hinteren Mittelfeld der 2. Bundesliga.

Der aktuelle Tabellenführer Jahn Regensburg und der Rangzweite Dresden sind auf dem Gebiet der Laufleistung – auch die beiden Spitzenteams. Dynamo Dresden brachte es auf 358,30 Kilometer. Das sind rund neun Kilometer mehr - pro Partie. Laufstärkster Karlsruher bisher: Wieder einmal Mittelfeldmann Marvin Wanitzek mit 11, 1 Kilometern im Schnitt pro Partie.

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